Forschungskosten (Civ3)

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Forschung ist mit die wichtigste Komponente des Spieles, da nur über sie die Entdeckung neuer Technologien ermöglicht wird, und diese wiederum ermöglichen neue, stärkere Einheiten, neue Gebäude und auch Technologien, die nötig sind, um in einer sich ändernden Welt bestehen zu können.

Seit v1.29f sind die realen Forschungskosten in Civilization III abhängig von der Anzahl der Zivilisationen, die die Technologie bereits kennen. Die Forschungskosten fallen immer in Form von Gold an: ein Forschungspunkt (Civ3Forschung.png) entspricht einem Gold (Civ3Handel.png).

Die Forschungskosten berechnen sich wie folgt:

 Kosten = \left \lfloor MM \,\cdot\,  \frac{ \left \lfloor 10 \,\cdot\, COST \,\cdot\, \left( 1 \,-\, \frac{N}{ \lfloor 1,75 \,\cdot\, CL \rfloor } \right) \right \rfloor }{10 \,\cdot\, CF} \right \rfloor
Wobei:

  •  MM = Kartenmodifikator,
  • 160 für winzige Karten,
  • 200 für kleine Karten,
  • 240 für Standardkarten,
  • 320 für große Karten,
  • 400 für riesige Karten gilt.
  •  CF = KI-Kostenfaktor, max. 10.
  • 10 für Häuptling, Kriegsherr und Prinz,
  • 9 für König,
  • 8 für Kaiser,
  • 7 für Halbgott,
  • 6 für Gottheit,
  • 4 für Sid
  •  COST = Technologiekostenfaktor, wie er im Editor bei der Technologie steht (bei "Beschleunigter Produktion" nur zur Hälfte).
  •  N = Anzahl der bekannten Zivilisationen, die die Technologie schon erforscht haben.
  •  CL = Gesamtzahl der noch im Spiel vorhandenen Zivilisationen.

In obiger Formel geben die Gaußklammern  \lfloor \cdots \rfloor die Zwischenschritte an, an denen abgerundet wird.

Nur auf den hinteren Teil der Formel  \left( 1 \,-\, \frac{N}{ \lfloor 1,75 \,\cdot\, CL \rfloor } \right) kann während des Spieles direkt Einfluss genommen werden. Dies kann prinzipiell dadurch geschehen, dass man  CL durch Auslöschung von Zivilisationen senkt und indem man  N durch Knüpfen von Kontakten steigert.


Beispiel

In einem Kaiserspiel auf einer Standardkarte mit acht Zivilisation (sieben Gegnern) wollen wir die Forschungskosten für Alphabet bestimmen. Wobei angenommen wird, dass wir eine Zivilisation kennen, die Alphabet bereits kennt.

Also:

  •  COST = 5 (gemäß Editor)
  •  N = 1
  •  CL = 8
  •  CF = 8 (Kaiser)
  •  MM = 240 (Standardkarte)

Damit bestimmen sich die Kosten so:

\begin{align}
Kosten &= \left \lfloor MM \,\cdot\, \frac{ \left \lfloor 10 \,\cdot\, COST \,\cdot\, \left(1 - \frac{N}{ \lfloor 1,75 \,\cdot\, CL \rfloor }\right) \right \rfloor }{10 \,\cdot\, CF} \right \rfloor \\ 
&= \left \lfloor 240 \,\cdot\, \frac{ \left \lfloor 10 \,\cdot\, 5 \,\cdot\, \left(1 - \frac{1}{ \lfloor 1,75 \,\cdot\, 8 \rfloor }\right) \right \rfloor }{10 \,\cdot\, 8} \right \rfloor \\ 
&= \left \lfloor 240 \,\cdot\, \frac{ \left \lfloor 50 \,\cdot\, \left(1 \,-\, \frac{1}{14}\right) \right \rfloor }{80} \right \rfloor \\
&= \left \lfloor 240 \,\cdot\, \frac{46}{80} \right \rfloor \\
&= \left \lfloor 138 \right \rfloor \\
&= 138
\end{align}

Wie würden sich nun die Kosten ändern, wenn wir noch zwei weitere Zivilisationen kennenlernen, die das Alphabet bereits erforscht haben (⇒ N = 3)?

\begin{align}
Kosten &= \left \lfloor 240 \,\cdot\, \frac{ \left \lfloor 10 \,\cdot\, 5 \,\cdot\, \left(1 - \frac{3}{ \lfloor 1,75 \,\cdot\, 8 \rfloor }\right) \right \rfloor }{10 \,\cdot\, 8} \right \rfloor \\ 
&= \left \lfloor 240 \,\cdot\, \frac{ \left \lfloor 50 \,\cdot\, \left(1 \,-\, \frac{3}{14}\right) \right \rfloor }{80} \right \rfloor \\
&= \left \lfloor 240 \,\cdot\, \frac{39}{80} \right \rfloor \\
&= \left \lfloor 117 \right \rfloor \\
&= 117
\end{align}

Quelle

Die Formel entstammt einem Thread von mydisease im englischsprachen Civfanatics-Forum.