Churchill (BASE)

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Churchill

Winston Churchill
1874 - 1965

Zivilisation
Englisches Reich
Eigenschaften
Charismatisch und Industriell
bev. Staatsform: Nationale Selbständigkeit
bev. Religion: Freimaurerei
Schwerpunkte
Civ4Faust.png Militär (10), Civ4Nahrung.png Wachstum (10) und Civ4Produktion.png Produktion (6).
baut Wunder: selten
baut Einheiten: wenige
Aggressivität: mäßig
Spionage: sehr wenig
Stadtvernichtung: nie
Nicht gesprächsbereit: mittel
Diplomatiebildschirm
 

Merkmale

Charismatisch

  • 25% Überlaufchance für besiegte Land- und Wassereinheiten
  • Freie Beförderung Tapferkeit I für siegreiche Land- und Wassereinheiten
    Erfordert Eisenverarbeitung
  • +1 freie Einheit je 2 Civ4happy.png Überschuss
  • +100% Civ4happy.png durch den Wirtschaftsregler
  • +2 Civ4happy.png in allen Städten
  • +100% Civ4Produktion.png für Globe Theatre

Industriell

  • -25% Civ4Produktion.png für Gebäude nötig
  • +2 Civ4Produktion.png pro Schmiede, Fabrik, Industriepark
  • +34% Geländeausbaugeschwindigkeit
  • +100% Civ4Produktion.png für Eisenbearbeitung


Vorlieben


Civilopedia

Winston Churchill, der mit vollem Namen "Sir Winston Leonard Spencer-Churchill" hieß, zählte ohne Zweifel zu den bedeutendsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Im Laufe seines langen Lebens arbeitete er als Soldat, Journalist, Autor und Politiker und war bekannt dafür, nicht nur einen scharfen Verstand zu besitzen, sondern auch seine häufig unpopuläre Meinung offen und vehement zu vertreten. Zu manchen Zeiten war Churchill der meistgeliebte, zu anderen Zeiten der meistgehasste Mann Großbritanniens. In den Jahren nach seinem Tod nahm die Lebensgeschichte Churchills nahezu legendäre Züge an.

Churchill wurde 1874 als Nachfahre des berühmten englischen Generals Herzog von Marlborough in Blenheim Palace in Oxfordshire geboren. Nach Absolvierung seiner eher mittelmäßigen Schullaufbahn in Harrow ging Churchill zum Militär, wo er unverwunden seine familiären Beziehungen spielen ließ, um an einigen Kolonialkriegen beteiligt sein zu können, in denen er mehrfach nur knapp dem Tode entrann - und sich dabei dennoch köstlich amüsierte. Während dieser Zeit entwickelte sich Churchill zu einem sehr populären Kriegsberichterstatter, der zahlreiche Kolumnen und diverse Bestseller über seine Erfahrungen veröffentlichte. Churchills clevere und schamlose Selbstinszenierung befremdete seine Kameraden und verbaute ihm schließlich jegliche Chance auf eine steile Karriere beim Militär. Dennoch war er in der Lage, seine Popularität so Gewinn bringend einzusetzen, dass er einen Sitz im Parlament erwarb.

Im Jahr 1900 zog Churchill als Konservativer ins Parlament ein, doch bereits 1904 führte seine starke Ablehnung gegenüber der Haltung der konservativen Partei in der Frage der Schutzzölle dazu, dass er die Seiten wechselte und sich den Liberalen anschloss, die zu dieser Zeit die Regierung stellten. In der liberalen Regierung bekleidete Churchill eine Reihe verschiedener kleiner Posten. 1911 wurde er zum Ersten Lord der Admiralität (Marineminister) ernannt und stand dem ehrgeizigen Modernisierungsprogramm der Royal Navy vor.

Während des 1. Weltkrieges genehmigte Churchill den verhängnisvollen Einmarsch nach Gallipoli in der Türkei. Er wurde für diesen Misserfolg heftigst kritisiert und trat daher im Jahr 1916 von seinem Amt als Marineminister zurück, verließ später auch die Regierung, kehrte zur Armee zurück und kämpfte schließlich an der westlichen Front.

Trotz seiner exzentrischen Art und seiner "Macken" war Churchill als einer der fähigsten Köpfe Großbritanniens anerkannt und so kehrte er 1917 folgerichtig in die Regierung zurück und nahm eine Reihe wichtiger Kabinettsposten ein. Nach dem Fall der liberalen Regierung wechselte er 1923 erneut die parteipolitischen Seiten und schloss sich mit dem berühmten Ausspruch "Jeder kann die Seiten wechseln, aber ein erneuter Wechsel erfordert ein gewisses Maß an Scharfsinn" abermals den Konservativen an. 1924 wurde er zum "Schatzkanzler" (Finanzminister) berufen und setzte die Wiedereinführung des Goldstandards durch, die ihm erneut starke Kritik einbrachte. Nach der Abwahl der konservativen Regierung im Jahr 1929 verlor Churchill seinen Regierungsposten und entfremdete sich immer mehr von den führenden politischen Kräften beider Parteien.

Die Veränderungen in Deutschland führten zugleich auch zur Wiederbelebung der politischen Karriere Churchills. Obwohl er das faschistische Italien früher als ein Bollwerk gegen den Kommunismus gepriesen hatte, gehörte er in den späten 30er Jahren zu den wenigen, die sich lautstark gegen die zunehmende Machtergreifung des deutschen Diktators aussprachen. Als die britische Regierung die so genannte "Appeasement-Politik" (Beschwichtigung gegenüber Deutschland) durchsetzte, stand Churchill nahezu allein in der Opposition. Dieser Umstand bescherte ihm einerseits eine Reihe von Bewunderern, andererseits aber auch viel öffentliche und politische Kritik.

Beim Ausbruch des 2. Weltkrieges hatte die Öffentlichkeit nur noch sehr wenig Vertrauen in die Regierung von Neville Chamberlain (der zunächst die Appeasement-Politik vorangetrieben hatte). Weil er sich dadurch weitere Unterstützung für seine Regierung erhoffte, bot Chamberlain Churchill erneut den Posten des Ersten Lords der Admiralität an. Churchill bewies wahre Charaktergröße, willigte ein und arbeitete in der Folgezeit unablässig an der Modernisierung der Royal Navy. Zudem lehnte er es während des Krieges vehement ab, seinen Premierminister in irgendeiner Weise zu kritisieren. Anfang 1941 wurde jedoch immer deutlicher, dass Chamberlain das Vertrauen der Bevölkerung und des Parlaments verspielt hatte und so wurde Churchill zu seinem Nachfolger als Premierminister Großbritanniens gewählt.

Der Krieg begann für die Alliierten im Westen katastrophal. 1940 griffen die Deutschen die britischen und französischen Truppen an. Die deutschen Panzer hatten mit Luft- und Infanterieunterstützung die Stellungen der Alliierten überlistet und zwangen die Franzosen und Briten durch ihren schnellen Vormarsch in den überstürzten Rückzug, denn den Verteidigern blieb keine Zeit, ihre Linien neu zu ordnen. Da die Deutschen kurz davor standen, die britische Armee zu vernichten, waren die Soldaten gezwungen, ihre Ausrüstung zurückzulassen und eine chaotische Evakuierung nach Dunkirk einzuleiten, wobei Tausende britische Soldaten zurückfielen und in deutsche Gefangenschaft gerieten. Frankreich musste kapitulieren und deutsche Soldaten besetzten Paris.

Wie die Vergangenheit bereits gezeigt hatte, lief Churchill in der Not zur Hochform auf. Großbritannien stand nun allein gegen den deutschen Diktator. Die britische Armee war schwer angeschlagen, lediglich die Royal Navy und Air Force standen zwischen den Engländern und den Deutschen. Churchill arbeitete ohne Unterlass daran, die Verteidigung Großbritanniens zu stärken und Verbündete gegen den deutschen Diktator zu finden - und seine brillante Rhetorik, mit der er gegen die Untergangsstimmung im britischen Volk ankämpfte, brachte ihm die Bewunderung vieler Menschen auf der ganzen Welt ein. In den düsteren Tagen der Luftschlacht um England und der darauf folgenden Konflikte schien Churchill das Königreich allein durch die Kraft seines unerschütterlichen Willens zusammenzuhalten.

Aus diplomatischer Sicht war Churchill ein Opportunist. Trotz seines Hasses auf den Kommunismus und seiner extremen persönlichen Abneigung gegenüber Stalin (der sich früher mit Deutschland verbündet hatte, um Polen einzunehmen), war er nach dem Angriff der Deutschen auf die Sowjetunion mit folgenden Worten bereit, ein Bündnis mit der UDSSR einzugehen: "Sollte der deutsche Diktator in die Hölle einmarschieren, werde ich mich im Unterhaus für den Teufel einsetzen". Seine wichtigste diplomatische Aufgabe war jedoch, das Wohlwollen der Vereinigten Staaten von Amerika zu erhalten - und dadurch schließlich ihre militärische Intervention zu bewirken.

Man kann darüber streiten, ob Churchills Freundschaft mit dem amerikanischen Präsidenten Franklin Delano Roosevelt Großbritannien vor der Zerstörung bewahrt hat. Wegen des heftigen Widerstands aus den eigenen Reihen gegen die Einmischung in den Krieg musste der Präsident zunächst mit Bedacht vorgehen und zumindest den Schein der Neutralität wahren, bis er die amerikanische Öffentlichkeit nach und nach davon überzeugen konnte, dass nicht die Isolation, sondern die Intervention der richtige Weg sei. Als die Japaner jedoch Ende 1941 Pearl Harbor angriffen, erklärte Deutschland den Vereinigten Staaten von Amerika den Krieg und so konnte Roosevelt Großbritannien (und auch der UDSSR) offen die ganze wachsende Schlagkraft des US-Militärs und der amerikanischen Industrie zur Seite stellen.

Innerhalb sehr kurzer Zeit griff die amerikanische Luftwaffe deutsche Ziele in Europa an und schon bald darauf wurden große amerikanische Truppenverbände in Großbritannien stationiert, wodurch die Chance einer erfolgreichen Invasion durch die Deutschen endgültig zunichte gemacht war. Im weiteren Verlauf des Krieges starteten die britischen und amerikanischen Truppen einen großen Einmarsch nach Europa, während ihre Luftwaffen rund um die Uhr deutsche Fabriken und Städte unter Beschuss nahmen und Deutschland so weit schwächten, dass die Sowjetunion die deutsche Armee an der Ostfront ausschalten konnte.

Fast unmittelbar nachdem der Krieg gewonnen war, verlor Churchill seine Macht - vielleicht, weil die Bevölkerung ihn mittlerweile für zu alt hielt oder weil sie ihm einfach nicht zutraute, den Wiederaufbau des zerrütteten Königreichs bewerkstelligen zu können. Er blieb zwar noch einige Jahre im Parlament (und wurde während der Suez-Krise für kurze Zeit auch noch mal zum Premierminister gewählt), im Großen und Ganzen war Churchills unmittelbare Beteiligung an den bedeutenden Weltereignissen jedoch beendet.

Nachdem er aus dem Amt gewählt worden war, verfasste Churchill ein historisches Werk über den 2. Weltkrieg, für das er 1953 den Nobelpreis für Literatur erhielt. Im Jahr 1965 erlitt er einen Schlaganfall und starb im Alter von 90 Jahren an den Folgen. Sein Tod wurde weltweit betrauert, zahlreiche ausländische Würdenträger nahmen an seinem Begräbnis teil. In den Jahren nach seinem Tod wuchs Churchills Ansehen zusehends und heute gilt er als die vermutlich populärste und am meisten verehrte Persönlichkeit der gesamten englischen Geschichte.


Diplomatie

Der Basis Beziehungswert beträgt beim Erstkontakt 0.

Aktion Auswirkung Maximal
gemeinsamer Krieg 1 4
bevorzugte Staatsform 1 5
gleiche Religion 1 3
andere Religion -1
nahe Kulturgrenzen -2
niedriger/höherer Rangunterschied 0 / 0


Handel

Damit Churchill überhaupt in Erwägung zieht, Handel zu treiben, ist der jeweils aufgeführte "Beziehungsstatus" erforderlich:

Art des Handels benötigte Stufe
Technologien Verärgert
strategische Ressourcen Verärgert
Civ4happy.png-Ressourcen Wütend
Civ4Gesundheit.png-Ressourcen Wütend
Landkarten Vorsichtig
offene Grenzen Verärgert
Verhältnis, ab dem keine Kriegserklärung erfolgt: Erfreut
Verteidigungsbündnis Erfreut
Allianz Erfreut
wird zum Vassallen Erfreut
Erforderliche Überredungskunst zum vassallieren: normal
übernimmt Staatsform Vorsichtig
konvertiert zu Religion Vorsichtig
Lässt sich überreden, X den Krieg zu erklären Vorsichtig
dazu darf das Verhältnis zu X maximal sein: Vorsichtig
Lässt sich überreden, den Handel mit X einzustellen Vorsichtig
dazu darf das Verhältnis zu X maximal sein: Verärgert


Weiterführende Informationen