Globale Erwärmung (Civ2)

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Klima-Chaos in Europa als Folge eines 3. Weltkriegs.

Die Globale Erwärmung ist in Civilization II wie in seinem Vorgänger der Spieleserie ein Aufkommen globaler Umwandlungen von Terraintypen von solchen mit besseren Terrainerträgen (Wiesen, Wälder, Prärien) zu solchen mit schlechteren Terrainerträgen (Sumpf, Prärie, Dschungel, Wüste). Das antreibende Element zur globalen Erwärmung ist das weltweite Entstehen und Vorkommen von Verschmutzungen.

Zu globalen Erwärmungen kann es beliebig oft kommen, jedoch müssen zwischen diesen mindestens 17 Runden vergehen. Ab der 8. globalen Erwärmung gibt es keine Wälder, Prärien, Wüsten und Wiesen mehr auf dem Planeten. Diese Gebiete wandeln sich alle ab der 8. globalen Erwärmung jeweils in Sumpf um. Die Terrainänderungen sind jedoch generell nicht irreversibel, sie können durch Siedlereinheiten häufig rückgängig gemacht werden (etwa durch Terraforming). Kurzfristig drohen allerdings heftige Einbußen an Nahrung und Handel, welche zu Hunger und Zwangsverkäufen und damit auch zu Verzögerungen der Siedlerarbeiten führen können.


Benötigte Runden- und Verschmutzungszahl zur Erwärmung

Für die erste globale Erwärmung sind mindestens 9 Civ2VerschmutzungKlein.png (Verschmutzungen) erforderlich. Für jede weitere globale Erwärmung jeweils zwei Verschmutzungen mehr als für die vorherige: 11 Civ2VerschmutzungKlein.png für die 2. Erwärmung, 13 Civ2VerschmutzungKlein.png für die 3. Erwärmung, 15 Civ2VerschmutzungKlein.png für die 4. Erwärmung und so weiter.

Der Aufbau zur Erwärmung verläuft dabei sukzessiv. Dabei werden die Zwischenstufen zur Erwärmung durch einen Verschmutzungsindikator in Form einer Sonne beziehungsweise einer Explosion rechts in der Statusleiste dargestellt:

Verschmutzungsindikator Erforderliche Mindestzahl an Civ2VerschmutzungKlein.png
(bei hoher Rundenanzahl)
Mindestdauer
(bei sehr vielen Civ2VerschmutzungKlein.png)
1
Civ2Explosion1.png
1 Civ2VerschmutzungKlein.png
+ 2 Civ2VerschmutzungKlein.png pro vergangener Erwärmung
1 Runde
2
Civ2Explosion2.png
+1 Civ2VerschmutzungKlein.png 4 Runden
3
Civ2Explosion3.png
+2 Civ2VerschmutzungKlein.png 8 Runden
4
Civ2Explosion4.png
+2 Civ2VerschmutzungKlein.png 12 Runden
5
GLOBALE ERWÄRMUNG
+3 Civ2VerschmutzungKlein.png 17 Runden
  • Die Verschmutzungen aus der Zeit vor der globalen Erwärmung werden zur nächsten globalen Erwärmung mitgenommen. Aber der Verschmutzungsindikator startet wieder bei 0. Er steigert sich schneller auf die höheren Stufen (innerhalb der Mindestdauer freilich), wenn man nicht (schnell) gegen die alten Verschmutzungen vorgeht.
  • Die Mindestdauer wird etwa erreicht, wenn (von 0 angefangen) jede zweite Runde eine neue Verschmutzung entsteht, die nicht beseitigt wird. Bei 9 Verschmutzungen und 18 Runden kommt es dann genau zur (ersten) globalen Erwärmung. Kommen die 9 Verschmutzungen schon früher zusammen, dauert es trotzdem insgesamt 17 Runden, kürzer geht nicht. Dauert es länger, bis die 9 Verschmutzungen zusammenkommen, dauert es auch länger zur globalen Erwärmung.
  • Der Verschmutzungsindikator denkt dabei in Stufen: Werden vier Verschmutzungen in vier Runden erreicht und bleibt es dabei eine ganze Weile, so bleibt der Indikator auf dieser Stufe stehen. Wenn dann ruckartig fünf Verschmutzungen hinzukommen, etwa durch einen Atomkrieg, steigt der Indikator wieder an, aber nicht ruckartig, sondern sukzessive. So wird einem Zeit gewährt, die Verschmutzungen zu beseitigen, und zwar der Arithmetik zufolge 9 Runden.
  • Man kann die Indikatorstufe auch zurückschrauben. Die Zeit/Verschmutzung(en), die gut gemacht wird, muss dann wieder aufgeholt werden, um zur Erwärmung zu kommen. Beispiel: Es entstehen sukzessive vier Verschmutzungen, von denen man dann mindestens zwei zugleich entfernt. In den nachfolgenden drei Runden geht der Verschmutzungsindikator zurück. Dann kommt es aber zu einem Atomkrieg und es entstehen sehr sehr viele neue Verschmutzungssymbole (mindestens 7 neue). Von vier Verschmutzungen aus würde es 9 Runden bis zur globalen Erwärmung dauern, 3 Runden wurden gut gemacht, die müssen jetzt noch einmal drauf geschlagen werden: 12 Runden würde es also von da an bis zur (ersten) globalen Erwärmung dauern, sofern die Verschmutzungen nicht vorher beseitigt werden bis man wieder unter insgesamt 9 ist.


Die konkreten Terrainumwandlungen

Das offensichtliche Streifenmuster nach der 1. globalen Erwärmung und erste auftretende Versumpfungen in Küstenländern

Was passiert bei der globalen Erwärmung?

Zum Einen verwandelt sich streifenweise Terrain im Binnenland um: Wiesen und Wälder in Prärien, Prärien in Wüsten. Bei der ersten globalen Erwärmung betrifft das jeden vierten Streifen. Die anderen Streifen werden sukzessive bei jeder zweiten nachfolgenden globalen Erwärmung von den Umwandlungen betroffen, derselbe Streifen aber nicht noch einmal. So kann man mit Ingenieuren (bei Wäldern auch mit Siedlern) zeitaufwändig die Umwandlungen rückgängig machen. Mit der 7. globalen Erwärmung wurde jeder Streifen von der Umwandlung einmal getroffen. Sofern man nicht mit Ingenieuren oder Siedlern aktiv war, dürfte es jetzt keine einzige Wiese und keinen einzigen Wald mehr auf der Welt geben.

Zum Anderen verwandeln sich die Küstenarreale in Sumpfgebiete um, sofern sie aus Wüsten, Wiesen oder Prärien bestehen. Wälder in Küstengebieten wandeln sich in Dschungel um. Dabei sind bei der ersten globalen Erwärmung noch recht wenige Gebiete betroffen: Diejenigen Felder, die von den meisten Ozeanfeldern (inkl. Binnenseen) umgeben sind. Die nötige Anzahl an Ozeanfeldern wird von Erwärmung zu Erwärmung zurückgeschraubt, bis bei der 7. globalen Erwärmung schließlich sämtliche Küstenfelder aus Sumpf oder Dschungel bestehen (abgesehen von Hügeln, Bergen, Tundra und Gletschern). Wird eines der entstandenen Sumpf- oder Dschungelfelder durch eine Siedlereinheit beseitigt, ist es bei der nächsten Erwärmung wieder da. Bei der 8. und jeder weiteren globalen Erwärmung schließlich werden alle Prärie-, Wüsten- und Wiesenfelder auf dem gesamten Planeten in Sumpffelder umgewandelt. Davon sind dann auch logischerweise die Binnenlandfelder betroffen, die bei den Erwärmungen zuvor umgewandelt wurden.

Liegt ein Feld bei einer Erwärmung sowohl in einem betroffenen Streifen, als auch in einem betroffenem Küstenland, so hat das betroffene Feld als Küstenland Vorrang, es entsteht Sumpf oder Dschungel.

Entstehen durch die Erwärmung Sümpfe, so werden vorhandene Bewässerungen, Ackerländer und (auf Wüsten) Bergwerke automatisch auf den betroffenen Feldern zerstört. Straßen, Eisenbahnen und alle anderen Geländeverbesserungen bleiben hingegen bestehen.

Vorhandene Hügel, Berge, Tundren, Gletscher, Dschungel, Sümpfe und Ozeane werden durch eine globale Erwärmung nicht verändert.

Detaillierte Übersicht über die Geländeveränderungen durch die globalen Erwärmungen

Von Erwärmung zu Erwärmung versumpfen mehr Küstenfelder. Es ist aber nicht so einfach, dass bei der ersten globalen Erwärmung alle Felder mit 7 bis 8 Meeresfeldern drum herum, bei der zweiten globalen Erwärmung dann alle mit 6 angrenzenden Meeresfeldern versumpfen würden und so weiter. Wahrscheinlich würden bei diesem Tempo gerade bei den frühen Erwärmungen zu wenige Küstenfelder versumpfen.

Stattdessen wertet man die angrenzenden Seefelder unterschiedlich:

Civ2RadiusErwärmungWertigkeiten.png

Je höher die Wertigkeit der Seefelder um das betreffende Feld, desto früher versumpft es. Oder anders ausgedrückt: Desto wahrscheinlicher versumpft es bei der nächsten globalen Erwärmung. Die Verteilung der 1er- und 2er-Wertigkeiten bewirkt, dass Gebiete mit einer Küste nach Süden/Südosten (wesentlich) schneller versumpfen als Gebiete mit einer Küste nach Norden/Nordwesten.

Nummer der Globalen Erwärmung Umwandlung der Binnenlandfelder
Prärie zu Wüste, Wald/Wiese zu Prärie
Umwandlung der Küstenfelder
Wüste/Prärie/Wiese zu Sumpf, Wald zu Dschungel
1. Erwärmung betreffende Binnenlandfelder auf einem Streifen von NW nach SO, alle vier Streifen, beginnend bei Koordinatenpaar (0, 0),
also 1. Streifen 0,0 - 1,1 - 2,2 ..., 2. Streifen 8,0 - 9,1 - 10,2 ..., 3. Streifen 16,0 - 17,1 - 18,2 .....
betreffende Küstenfelder mit einer Wertigkeit von 7 oder höher:
alle mit 6 bis 8, die meisten der mit 4 bis 5 Ozeanfeldern in der Nachbarschaft
2. Erwärmung keine betreffende Küstenfelder mit einer Wertigkeit von 6 oder höher:
zusätzlich zur 1. Erwärmung die restlichen der mit 5, einige der mit 4, durchnittlich die Hälfte der mit 3 Ozeanfeldern in der Nachbarschaft
3. Erwärmung betreffende Binnenlandfelder auf einem Streifen von NW nach SO, alle vier Streifen, beginnend bei Koordinatenpaar (6, 0),
also 1. Streifen 6,0 - 7,1 - 8,2 ..., 2. Streifen 14,0 - 15,1 - 16,2 ..., 3. Streifen 22,0 - 23,1 - 24,2 .....
betreffende Küstenfelder mit einer Wertigkeit von 5 oder höher:
zusätzlich zu den vorherigen Erwärmungen fast alle restlichen der mit 4 und sehr viele der Küstenfelder mit 3 Ozeanfeldern in der Nachbarschaft
4. Erwärmung keine betreffende Küstenfelder mit einer Wertigkeit von 4 oder höher:
zusätzlich zu den vorherigen Erwärmungen die wenigen restlichen der mit 4, viele der mit 3, die hochwertigsten der Küstenfelder mit 2 Ozeanfeldern in der Nachbarschaft
5. Erwärmung betreffende Binnenlandfelder auf einem Streifen von NW nach SO, alle vier Streifen, beginnend bei Koordinatenpaar (4, 0),
also 1. Streifen 4,0 - 5,1 - 6,2 ..., 2. Streifen 12,0 - 13,1 - 14,2 ..., 3. Streifen 20,0 - 21,1 - 22,2 .....
betreffende Küstenfelder mit einer Wertigkeit von 3 oder höher:
zusätzlich zu den vorherigen Erwärmungen alle restlichen der mit 3 und die meisten der mit 2 Ozeanfeldern in der Nachbarschaft
6. Erwärmung keine betreffende Küstenfelder mit einer Wertigkeit von 2 oder höher:
zusätzlich zu den vorherigen Erwärmungen alle restlichen der mit 2 angrenzenden Ozeanfeldern und die Hälfte der Küstenfelder mit 1 Ozeanfeld in der Nachbarschaft
7. Erwärmung betreffende Binnenlandfelder auf einem Streifen von NW nach SO, alle vier Streifen, beginnend bei Koordinatenpaar (2, 0),
also 1. Streifen 2,0 - 3,1 - 4,2 ..., 2. Streifen 10,0 - 11,1 - 12,2 ..., 3. Streifen 18,0 - 19,1 - 20,2 .....
betreffende Küstenfelder mit einer Wertigkeit von 1 oder höher:
zusätzlich zu den vorherigen Erwärmungen die andere Hälfte der mit 1 Ozeanfeld in der Nachbarschaft
8. Erwärmung
oder höher
Alle Prärien, Wüsten und Wiesen weltweit werden zu Sumpf, (aufgeforstete) Wälder zu Dschungel umgewandelt.