Hirohito (BASE)

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Hirohito
1901-1989

Zivilisation
Japanisches Reich
Eigenschaften
Aggressiv und Industriell
bev. Staatsform: Industriewirtschaft
bev. Religion: Shinto
Schwerpunkte
Civ4Faust.png Militär (10), Civ4Nahrung.png Wachstum (10) und Civ4Produktion.png Produktion (10).
baut Wunder: selten
baut Einheiten: sehr viele
Aggressivität: mäßig
Spionage: wenig
Stadtvernichtung: nie
Nicht gesprächsbereit: mittel
Diplomatiebildschirm
 

Merkmale

Aggressiv

  • Kann Einheiten außerhalb der kulturellen Grenzen modernisieren
    Erfordert die Verfügbarkeit der dafür nötigen Ressourcen in der Hauptstadt
  • -25% Civ4Produktion.png für Militäreinheiten nötig
  • -50% Unterhalt für Einheiten
  • +50% Civ4Gold.png bei Stadteroberung
  • Freie Beförderung Scharmützler
  • +100% Civ4Produktion.png für Heldenepos

Industriell

  • -25% Civ4Produktion.png für Gebäude nötig
  • +2 Civ4Produktion.png pro Schmiede, Fabrik, Industriepark
  • +34% Geländeausbaugeschwindigkeit
  • +100% Civ4Produktion.png für Eisenbearbeitung


Vorlieben


Civilopedia

Die ersten Jahre von Hirohitos Herrschaft waren gekennzeichnet durch ein zunehmendes Erstarken des Militärs in der Regierung, das sowohl mit gesetzlichen als auch ungesetzlichen Mitteln betrieben wurde. Die Kaiserliche Japanische Armee und die Kaiserliche Japanische Marine hatten seit 1900 ein Vetorecht bei der Kabinettsbildung, und zwischen 1921 und 1944 kam es zu nicht weniger als 64 Fällen rechtsgerichteter politischer Gewalt. Die Ermordung des gemäßigten Premierministers Inukai Tsuyoshi im Jahre 1932 markiert das Ende jeder wirklichen zivilen Kontrolle des Militärs. Es folgte der gescheiterte Putschversuch vom 26. Februar 1936 durch niederrangige Armeeoffiziere, der Wahlverluste der militaristischen Fraktion im japanischen Parlament zum Anlass hatte. Während des Putsches wurde eine Anzahl hochrangiger Regierungsbeamte und Armeeoffiziere ermordet. Dieser wurde schließlich niedergeschlagen, wobei Hirohito eine wichtige Rolle spielte. Von den 1930ern hatte das Militär dennoch nahezu die gesamte politische Macht in Japan in seinen Händen und verfolgte eine Politik, die Japan schließlich in den zweiten Japanisch-Chinesischen Krieg und den Zweiten Weltkrieg führte, der mit der Kapitulation Japans endete.

Während des Zweiten Weltkrieges bildete Japan unter Hirohitos Führung eine Allianz mit Deutschland und Italien und bildete mit ihnen die so genannten Achsenmächte. Unmittelbar nach Kriegsende glaubten viele, dass Kaiser Showa hauptverantwortlich für Japans Rolle im Krieg sei, andere meinten, dass er nur eine machtlose Marionette war und dass die wirkliche Macht bei Hideki Tojo lag. Eine abschließende Bewertung wird letztlich auch durch die Tatsache erschwert, dass die japanische Armeeführung nach Ende des Krieges versuchte, ihren Kaiser aus dem Focus des Interesses zu nehmen und konsequent belastende Unterlagen vernichtete bzw. bereitwillig die Verantwortung für das Geschehen während des Krieges übernahm. Dieses Verhalten stand im Gegensatz zu dem der deutschen Generalität und NS-Führungsebene, die nach dem Endes des Zweiten Weltkrieges sämtliche Verantwortung für die Geschehnisse Adolf Hitler zuzuweisen versuchte, und die ihre persönliche Verantwortung fast immer generell abstritt. Hinzu kam, dass die amerikanische Militärregierung Hirohito als stabilisierendes Element der japanischen Nachkriegspolitik benötigte und daher ebenso wenig an einer Aufarbeitung seiner Rolle während des Krieges interessiert war wie seine Gefolgsleute im Militär. Viele Menschen in China, Taiwan, Korea und Südostasien sehen in Hirohito den Kriegstreiber und Hauptverantwortlichen der Kriegsgreuel, und einige meinen (darunter damals die Sowjetunion), dass er wegen Kriegsverbrechen hätte vor Gericht gestellt werden sollen. Deshalb haben viele Asiaten in den damals japanisch besetzten Gebieten bis heute eine feindliche Einstellung zum Japanischen Kaiserhaus. Im Westen wird er oft als Hitler Asiens bezeichnet. Die zentrale Frage bleibt aber, wie viel Kontrolle Hirohito wirklich über das japanische Militär in den zwei Kriegen hatte. Die sowohl vom Kaiserpalast und den Amerikanischen Okkupationskräften direkt nach dem II. Weltkrieg vertretene Ansicht war, dass sich Hirohito strikt nach Protokoll zu verhalten und Abstand zu den Entscheidungsprozessen zu halten hatte.

Wie auch immer seine Beteiligung an den Ereignissen, die zu den ersten Feindseligkeiten führten war - sobald die Nation sich voll dem Krieg gewidmet hatte, zeigte Hirohito großes Interesse an militärischen Fortschritten und suchte die Moral zu stärken, genau wie es George VI. zur gleichen Zeit in Großbritannien machte. Zu Beginn gab es nur gute Nachrichten. Als sich das Blatt im späten 1942 und frühen 1943 langsam zu wenden begann, so behaupten einige, habe der Informationsfluss in den Palast immer weniger mit der Realität zu tun gehabt. Andere meinen, dass der Kaiser eng mit Premierminister Tojo zusammengearbeitet habe, weiterhin gut und zutreffend informiert worden sei und Japans militärische Lage bis zum Zeitpunkt der Kapitulation exakt kannte. In den ersten sechs Monaten des Krieges waren alle größeren Gefechte Siege. In den nächsten Jahren wurde die Reihe unentschiedener und dann eindeutig verlorener Begegnungen der Öffentlichkeit als Serie großer Siege verkauft. Nur langsam wurde es den Menschen auf den japanischen Inseln klar, dass die Situation sehr schlecht war. Der Beginn von US-Luftangriffen auf japanische Städte ab 1944 machte die endlosen Erzählungen von Siegen endgültig unglaubwürdig. Später in diesem Jahr wurden nach dem Fall der Regierung Tojo zwei andere Premierminister ernannt, um den Krieg fortzusetzen, Koiso Kuniaki und Suzuki Kantaro - wiederum mit zumindest formeller Zustimmung von Hirohito. Ob er jedoch mit ihrer Politik übereinstimmte, ist umstritten. Beide waren erfolglos und Japan näherte sich der Niederlage.

Die Amerikaner besetzten Japan ohne dass sich jemand gegen die bedingungslose Kapitulation wehrte. Die von den Alliierten befürchteten Anschläge auf die Besatzer und die Millionen Selbstmorde blieben aus.

Für den Rest seines Lebens war Kaiser Hirohito eine aktive Figur des japanischen Lebens und übte zahlreiche Aufgaben eines Staatsoberhauptes aus. Der Kaiser und seine Familie zeigten starke öffentliche Präsenz, waren oft auf öffentlichen Wegen zu sehen und traten auf besonderen Ereignissen und an Feiertagen auf. Hirohito spielte auch eine wichtige Rolle beim Wiederaufbau von Japans diplomatischer Stellung im Ausland. Auf Auslandsreisen traf er sich mit vielen ausländischen Führern, einschließlich dem US-Präsidenten und Königin Elizabeth II.


Diplomatie

Der Basis Beziehungswert beträgt beim Erstkontakt 1.

Aktion Auswirkung Maximal
gemeinsamer Krieg 1 3
bevorzugte Staatsform 1 2
gleiche Religion 1 3
andere Religion 0
nahe Kulturgrenzen -4
niedriger/höherer Rangunterschied -1 / 0


Handel

Damit Hirohito überhaupt in Erwägung zieht, Handel zu treiben, ist der jeweils aufgeführte "Beziehungsstatus" erforderlich:

Art des Handels benötigte Stufe
Technologien Verärgert
strategische Ressourcen Vorsichtig
Civ4happy.png-Ressourcen Verärgert
Civ4Gesundheit.png-Ressourcen Wütend
Landkarten Vorsichtig
offene Grenzen Verärgert
Verhältnis, ab dem keine Kriegserklärung erfolgt: Freundlich
Verteidigungsbündnis Erfreut
Allianz Erfreut
wird zum Vassallen Erfreut
Erforderliche Überredungskunst zum vassallieren: normal
übernimmt Staatsform Vorsichtig
konvertiert zu Religion Vorsichtig
Lässt sich überreden, X den Krieg zu erklären Vorsichtig
dazu darf das Verhältnis zu X maximal sein: Erfreut
Lässt sich überreden, den Handel mit X einzustellen Vorsichtig
dazu darf das Verhältnis zu X maximal sein: Verärgert


Weiterführende Informationen