Bismarck (BASE)

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Bismarck

Bismarck
1815-1898

Zivilisation
Deutsches Reich
Eigenschaften
Wissenschaftlich und Diplomatisch
bev. Staatsform: Nationale Selbständigkeit
bev. Religion: Christentum
Schwerpunkte
Civ4Faust.png Militär (10), Civ4Nahrung.png Wachstum (10), Civ4Produktion.png Produktion (8) und Civ4Forschung.png Forschung (8).
baut Wunder: sehr selten
baut Einheiten: unterdurchschnittlich
Aggressivität: mäßig
Spionage: mittel
Stadtvernichtung: nie
Nicht gesprächsbereit: mittel
Diplomatiebildschirm
 

Merkmale

Wissenschaftlich

  • +1 freier Spezialist in allen Städten
  • +1 Civ4Forschung.png per Bürger
  • +1 Civ4Forschung.png in allen Städten
  • +2 Civ4Forschung.png in allen Städten wit Wissenschaftliche Methode
  • +50% Civ4Produktion.png für Observatorium, Labor, Raketensilo
  • +100% Civ4Produktion.png für Universität von Oxford

Diplomatisch

  • Bei jedem Ärawechsel wird eine Einheit Großer Staatsmann geboren
  • +1 HandelswegCiv4Handel.png in allen Städten
  • +5% Symbol:Kommerz per Bevölkerung aus Inlands-Civ4Handel.png (additiv)
  • +50% Symbol:Kommerz aus Civ4Handel.png (additiv)
  • +50% Civ4Produktion.png für Hafen, Zollamt, Flughafen
  • +100% Civ4Produktion.png für Senat


Vorlieben


Civilopedia

Der "Eiserne Kanzler" Otto von Bismarck ist zweifellos eine der bedeutendsten Gestalten der deutschen Geschichte. In seiner langen politischen Karriere einte Bismarck Deutschland, gründete das Deutsche Reich und verwandelte in seiner 30-jährigen Amtszeit einen schwachen Staatenbund in ein mächtiges Reich, das auf Jahre die Geschicke Europas bestimmen sollte.

Bismarck stammte aus einer adligen preußischen Familie. Er studierte in Göttingen Rechtswissenschaften und war Mitglied des Corps Hannovera. Später arbeitete er an Gerichten und Behörden. 1838 verließ er den Staatsdienst, weil ihn die bürokratische Routine langweilte, und meldete sich als Einjährig-Freiwilliger zum Militärdienst.

Obwohl Bismarck keine diplomatische Ausbildung besaß, wurde er 1851 zum preußischen Gesandten des Bundestags in Frankfurt ernannt. 1859-1862 war er Gesandter in St. Petersburg. Im September 1862 wurde Bismarck von König Wilhelm I. im Verfassungskonflikt zum preußischen Ministerpräsidenten und (etwa zwei Wochen später) zum Außenminister ernannt. In der Folgezeit gelang es Bismarck durch eine geschickte Diplomatie und militärische Erfolge (im Deutsch-Dänischen Krieg 1864 und im Deutschen Krieg gegen Österreich 1866), die Stellung Preußens zu stärken und die deutschen Staaten unter preußischer Vorherrschaft zu vereinen.

Angesichts der Stärkung Preußens war der Ausbruch des Deutsch-Französischen Krieges (1870/71) nur eine Frage der Zeit, zumal Bismarck zuvor den Beitritt der süddeutschen Staaten in den Norddeutschen Bund erreicht hatte. Nach der Niederlage Frankreichs kam es am 18. Januar 1871 im Spiegelsaal von Versailles zur Kaiserproklamation Wilhelms I. und zur Gründung des zweiten Deutschen Reiches.

Im Frieden von Frankfurt verpflichtete sich Frankreich darüber hinaus zur Abtretung Elsaß-Lothringens. Bismarck wusste, dass dies langfristig Probleme nach sich ziehen würde. "Sollten wir das Elsass gewinnen, müssten wir Straßburg permanent besetzen. Das wäre eine unmögliche Position, denn am Ende würde Frankreich neue Verbündete finden", hatte Bismarck vor dem Krieg gesagt ... eine Einschätzung, die sich im 1. Weltkrieg bewahrheiten sollte.

Obwohl Bismarck ein äußerst konservativer Monarchist war, versuchte er, die Arbeiterschaft mit der Einführung weitreichender Sozialgesetze zur Kranken-, Unfall-, Renten- und Invalidenversicherung mit dem Staat zu versöhnen, nachdem er sich mit den so genannten Sozialistengesetzen den Unmut des Volkes zugezogen hatte. Überdies hatte Bismarck in den Jahren zuvor im Rahmen des so genannten Kulturkampfs die Rechte der katholischen Kirche beschnitten und die Zivilehe eingeführt.

Der größte Kritikpunkt an Bismarcks Politik ist die bewusste Demütigung Frankreichs. Um eine mögliche Rache zu verhindern, versuchte Bismarck, Frankreich zu isolieren und einen Krieg in Europa durch ein komplexes Bündnissystem unmöglich zu machen. Dass dies auf lange Sicht unmöglich war, sollte der 1. Weltkrieg auf grausame Weise zeigen. Innenpolitisch war seine (in der Tat segensreiche) Sozialgesetzgebung in erster Linie ein Zugeständnis, das die erboste Arbeiterschaft nach Jahren des Kulturkampfs und rigider Sozialistengesetze besänftigen sollte.

Otto von Bismarck war trotz aller Kritik zweifellos der bedeutendste Staatsmann des 19. Jahrhunderts. Die katastrophalen Entwicklungen nach seiner Absetzung, die schließlich in den 1. Weltkrieg mündeten, waren weniger ein Ergebnis seiner Politik, als der Unfähigkeit seiner Nachfolger und Kaiser Wilhelms II.


Diplomatie

Der Basis Beziehungswert beträgt beim Erstkontakt 1.

Aktion Auswirkung Maximal
gemeinsamer Krieg 1 3
bevorzugte Staatsform 1 2
gleiche Religion 1 3
andere Religion 0
nahe Kulturgrenzen -4
niedriger/höherer Rangunterschied -1 / 0


Handel

Damit Bismarck überhaupt in Erwägung zieht, Handel zu treiben, ist der jeweils aufgeführte "Beziehungsstatus" erforderlich:

Art des Handels benötigte Stufe
Technologien Verärgert
strategische Ressourcen Vorsichtig
Civ4happy.png-Ressourcen Verärgert
Civ4Gesundheit.png-Ressourcen Wütend
Landkarten Vorsichtig
offene Grenzen Verärgert
Verhältnis, ab dem keine Kriegserklärung erfolgt: Freundlich
Verteidigungsbündnis Erfreut
Allianz Erfreut
wird zum Vassallen Erfreut
Erforderliche Überredungskunst zum vassallieren: normal
übernimmt Staatsform Vorsichtig
konvertiert zu Religion Vorsichtig
Lässt sich überreden, X den Krieg zu erklären Vorsichtig
dazu darf das Verhältnis zu X maximal sein: Erfreut
Lässt sich überreden, den Handel mit X einzustellen Vorsichtig
dazu darf das Verhältnis zu X maximal sein: Verärgert


Weiterführende Informationen