Ägypten (Civ6): Unterschied zwischen den Versionen

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Nur wenige Kulturen haben die Geschichte so nachhaltig beeinflusst wie die alten &#196;gypter. Erste Siedler hatten sich bereits um 7000 v.Chr. im Niltal niedergelassen, vereint wurden das untere und das obere &#196;gypten jedoch erst unter der Herrschaft des legend&#228;ren K&#246;nigs Menes, was auch die Entwicklung einer einheitlichen Kultur sowie eigener Traditionen und Gebr&#228;uche erm&#246;glichte. Dieser ersten Herrscherdynastie (2925-2775 v.Chr.) mit Sitz in Memphis sollten im Laufe der folgenden 2700 Jahre noch 26 weitere folgen. Die Schrift war dabei ein wichtiges Instrument f&#252;r die Zentralisierung und Selbsterhaltung &#196;gyptens. Sie diente in erster Linie f&#252;r administrative Zwecke. Ihre beiden Grundformen, die Hieroglyphen und die hieratische Schrift (eine Schreibschrift, die auf Papyrus &#252;bertragen wurde), wurden in etwa zeitgleich im sp&#228;ten pr&#228;dynastischen &#196;gypten (etwa 3000 v.Chr.) entwickelt. Bis ca. 2650 v.Chr. gibt es keine Aufzeichnungen zusammenh&#228;ngender Texte - vor dem fr&#252;hen mittleren K&#246;nigreich (1950 v.Chr.) scheinen ausschlie&#223;lich religi&#246;se Praktiken und medizinische Abhandlungen dokumentiert worden zu sein. Eine weitere St&#228;rke der &#196;gypter war ihre Religion, die zu den solidesten und langlebigsten des Altertums z&#228;hlte und der es zuzuschreiben ist, dass sich das &#228;gyptische Volk zu einer vielschichtigen, leistungsf&#228;higen Gesellschaft entwickelte. Dank der wirtschaftlichen St&#228;rke des Landes konnte man sich eine eigene Priesterklasse leisten, die sich um das seelische Wohlergehen der B&#252;rger k&#252;mmerte und zugleich Studien in den Bereichen Religion, Astronomie, Philosophie und Mathematik durchf&#252;hrte. Dar&#252;ber hinaus diente die Priesterschaft auch als b&#252;rokratisches Organ, das f&#252;r die Umsetzung der Erlasse des Pharaos zust&#228;ndig war und seine finanziellen und diplomatischen Angelegenheiten regelte. Nicht zuletzt wegen des enormen organisatorischen und wirtschaftlichen Leistungsverm&#246;gens der &#196;gypter waren ihre Herrscher in der Lage, den Bau einzigartiger Monumente zu realisieren. Bis heute z&#228;hlen die gro&#223;en Pyramiden von Gizeh, die aus der 4. Dynastie (2575-2465 v.Chr.) datieren, in architektonischer und logistischer Hinsicht zu den beeindruckendsten Bauwerken der Weltgeschichte.Vor 1700 v.Chr. hatten Au&#223;enstehende keinen nennenswerten Einfluss in &#196;gypten gehabt. Das &#228;nderte sich jedoch, als das Semitenvolk der Hyskos im unteren &#196;gypten einmarschierte, woraufhin libysche Krieger und Elitek&#228;mpfer zur Sicherung der Landesgrenzen eingesetzt wurden. Die ihnen oftmals zur Verf&#252;gung stehenden Kriegsstreitwagen verschafften ihnen einen gro&#223;en Mobilit&#228;tsvorteil, durch den sie feindliche Truppenformationen geschickt ausman&#246;vrieren und aufbrechen konnten. Unter der Herrschaft Hatschepsuts, einer der wenigen Frauen auf dem Thron des Pharaos, wurden die Hyksos mithilfe von Streitwagen aus dem Land vertrieben. Die st&#228;rkste milit&#228;rische Kraft &#196;gyptens waren jedoch die aus Makedonien, Griechenland, Nubien und anderen Nachbarl&#228;ndern angeheuerten S&#246;ldner - wobei das &#228;gyptische Gold sehr hilfreich war. Aber auch diese Streitkr&#228;fte waren keine Garanten f&#252;r die absolute Sicherheit des reichsten Landes im mediterranen Raum: &#196;gypten fiel an die Assyrer und dann an die Perser - dennoch &#252;berdauerten die &#228;gyptische Kultur und Religion selbst die Pl&#252;nderungen von Xerxes' Statthaltern. 332 v.Chr. befreite Alexander der Gro&#223;e das Land aus den F&#228;ngen der Perser, errichtete die Stadt Alexandria und machte sie zur neuen Hauptstadt der makedonischen Herrscherdynastie der Ptolem&#228;er (332-30 v.Chr.) im hellenistischen &#196;gypten. Dieses letzte &#228;gyptische K&#246;nigreich geh&#246;rte zu den wenigen, die die Zeit nach Alexanders Tod und den Kampf um seine Nachfolge &#252;berstanden und blieb in den n&#228;chsten 300 Jahren auch das reichste und politisch sowie milit&#228;risch m&#228;chtigste Reich. Bis zum Tod Kleopatras VII. im Jahre 30 v.Chr. hatten die Ptolem&#228;er ununterbrochen den Thron innegehabt. Ihr Selbstmord war gleichbedeutend mit dem Zeitalter der Pharaonen. &#196;gypten verkam zu einer r&#246;mischen und sp&#228;ter byzantinischen Provinz. Nachdem 642 der Islam Einzug in &#196;gypten gehalten hatte, blieb es bis nach dem 1. Weltkrieg besetzt - von den Arabern, T&#252;rken, Franzosen und Briten. Erst 1922 erhielt es einen Teil seiner Unabh&#228;ngigkeit von der britischen Regierung zur&#252;ck, die angesichts des langen &#220;berseekonflikts kampfm&#252;de geworden war. Von 1922 bis 1952 behauptete sich &#196;gypten als eine der erfolgreichsten konstitutionellen Monarchien der Welt, dann aber kam der Umbruch: Ironischerweise sorgte ausgerechnet der im Juli 1952 von Gamal Nasser gef&#252;hrte Milit&#228;rputsch daf&#252;r, dass sich &#196;gypten nach all den turbulenten Jahren zu einer Oase der Stabilit&#228;t und Best&#228;ndigkeit im Mittleren Osten entwickelte.
  
 
== Kleopatra ==
 
== Kleopatra ==

Aktuelle Version vom 11. Juni 2026, 20:58 Uhr

Wiki Begriffsklärung.png

Dieser Beitrag befasst sich mit Ägypten, wie es in Civilization VI vorkommt. Für Informationen über die entsprechende Zivilisation in anderen Teilen der Spielereihe siehe Ägypten.


Grün, Gold

Ägypten
Civilization 6

Eigenschaft
Iteru
  • +15% Produktion für Bezirke und Wunder, wenn sie neben einem Fluss platziert werden. Schwemmland blockiert die Platzierung von Bezirken und Wundern nicht.
Anführer
Kleopatra
Spezial
Spezialeinheit:
Spezialgebäude: [[Datei:{{{Icon_Building}}}|center|64px|Sphinx]]

Grundspiel / Leader Pass


Civilopedia

Nur wenige Kulturen haben die Geschichte so nachhaltig beeinflusst wie die alten Ägypter. Erste Siedler hatten sich bereits um 7000 v.Chr. im Niltal niedergelassen, vereint wurden das untere und das obere Ägypten jedoch erst unter der Herrschaft des legendären Königs Menes, was auch die Entwicklung einer einheitlichen Kultur sowie eigener Traditionen und Gebräuche ermöglichte. Dieser ersten Herrscherdynastie (2925-2775 v.Chr.) mit Sitz in Memphis sollten im Laufe der folgenden 2700 Jahre noch 26 weitere folgen. Die Schrift war dabei ein wichtiges Instrument für die Zentralisierung und Selbsterhaltung Ägyptens. Sie diente in erster Linie für administrative Zwecke. Ihre beiden Grundformen, die Hieroglyphen und die hieratische Schrift (eine Schreibschrift, die auf Papyrus übertragen wurde), wurden in etwa zeitgleich im späten prädynastischen Ägypten (etwa 3000 v.Chr.) entwickelt. Bis ca. 2650 v.Chr. gibt es keine Aufzeichnungen zusammenhängender Texte - vor dem frühen mittleren Königreich (1950 v.Chr.) scheinen ausschließlich religiöse Praktiken und medizinische Abhandlungen dokumentiert worden zu sein. Eine weitere Stärke der Ägypter war ihre Religion, die zu den solidesten und langlebigsten des Altertums zählte und der es zuzuschreiben ist, dass sich das ägyptische Volk zu einer vielschichtigen, leistungsfähigen Gesellschaft entwickelte. Dank der wirtschaftlichen Stärke des Landes konnte man sich eine eigene Priesterklasse leisten, die sich um das seelische Wohlergehen der Bürger kümmerte und zugleich Studien in den Bereichen Religion, Astronomie, Philosophie und Mathematik durchführte. Darüber hinaus diente die Priesterschaft auch als bürokratisches Organ, das für die Umsetzung der Erlasse des Pharaos zuständig war und seine finanziellen und diplomatischen Angelegenheiten regelte. Nicht zuletzt wegen des enormen organisatorischen und wirtschaftlichen Leistungsvermögens der Ägypter waren ihre Herrscher in der Lage, den Bau einzigartiger Monumente zu realisieren. Bis heute zählen die großen Pyramiden von Gizeh, die aus der 4. Dynastie (2575-2465 v.Chr.) datieren, in architektonischer und logistischer Hinsicht zu den beeindruckendsten Bauwerken der Weltgeschichte.Vor 1700 v.Chr. hatten Außenstehende keinen nennenswerten Einfluss in Ägypten gehabt. Das änderte sich jedoch, als das Semitenvolk der Hyskos im unteren Ägypten einmarschierte, woraufhin libysche Krieger und Elitekämpfer zur Sicherung der Landesgrenzen eingesetzt wurden. Die ihnen oftmals zur Verfügung stehenden Kriegsstreitwagen verschafften ihnen einen großen Mobilitätsvorteil, durch den sie feindliche Truppenformationen geschickt ausmanövrieren und aufbrechen konnten. Unter der Herrschaft Hatschepsuts, einer der wenigen Frauen auf dem Thron des Pharaos, wurden die Hyksos mithilfe von Streitwagen aus dem Land vertrieben. Die stärkste militärische Kraft Ägyptens waren jedoch die aus Makedonien, Griechenland, Nubien und anderen Nachbarländern angeheuerten Söldner - wobei das ägyptische Gold sehr hilfreich war. Aber auch diese Streitkräfte waren keine Garanten für die absolute Sicherheit des reichsten Landes im mediterranen Raum: Ägypten fiel an die Assyrer und dann an die Perser - dennoch überdauerten die ägyptische Kultur und Religion selbst die Plünderungen von Xerxes' Statthaltern. 332 v.Chr. befreite Alexander der Große das Land aus den Fängen der Perser, errichtete die Stadt Alexandria und machte sie zur neuen Hauptstadt der makedonischen Herrscherdynastie der Ptolemäer (332-30 v.Chr.) im hellenistischen Ägypten. Dieses letzte ägyptische Königreich gehörte zu den wenigen, die die Zeit nach Alexanders Tod und den Kampf um seine Nachfolge überstanden und blieb in den nächsten 300 Jahren auch das reichste und politisch sowie militärisch mächtigste Reich. Bis zum Tod Kleopatras VII. im Jahre 30 v.Chr. hatten die Ptolemäer ununterbrochen den Thron innegehabt. Ihr Selbstmord war gleichbedeutend mit dem Zeitalter der Pharaonen. Ägypten verkam zu einer römischen und später byzantinischen Provinz. Nachdem 642 der Islam Einzug in Ägypten gehalten hatte, blieb es bis nach dem 1. Weltkrieg besetzt - von den Arabern, Türken, Franzosen und Briten. Erst 1922 erhielt es einen Teil seiner Unabhängigkeit von der britischen Regierung zurück, die angesichts des langen Überseekonflikts kampfmüde geworden war. Von 1922 bis 1952 behauptete sich Ägypten als eine der erfolgreichsten konstitutionellen Monarchien der Welt, dann aber kam der Umbruch: Ironischerweise sorgte ausgerechnet der im Juli 1952 von Gamal Nasser geführte Militärputsch dafür, dass sich Ägypten nach all den turbulenten Jahren zu einer Oase der Stabilität und Beständigkeit im Mittleren Osten entwickelte.

Kleopatra

Kleopatra

Kleopatra

Einzigartige Fähigkeit
Vorlage:Eigenschaft Kleopatra Civ6
Eigenschaften
Ägypten symbol civ6 inv.png
Agenda
Vorlage:Agenda Kleopatra Civ6
Religion
Diplomatiebildschirm

Kleopatra im 3D-Diplomatiebildschirm

Grundspiel