China (Civ6): Unterschied zwischen den Versionen

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Trotz der politischen und sozialen Unruhen, die das Land oftmals ersch&#252;tterten, ist Chinas Langlebigkeit als politisch-kulturelle Institution un&#252;bertroffen. Ein Gro&#223;teil des kulturellen Fortschritts wurde fast ohne Einflussnahme von au&#223;en erreicht. Auch in den Perioden, in denen "Barbaren" wie die Chin oder die Mongolen in China herrschten, blieb das chinesische Kulturgut erhalten und beeinflusste sogar diese fremden V&#246;lker stark. Die Entwicklungen des Bronzegussverfahrens und des chinesischen Alphabets datieren aus der Periode der Shang-Dynastie, die vermutlich Mitte des 16. bis Mitte des 11. Jh. v.Chr. als erste Herrscherdynastie in Nordchina regierte. Sie wurde sp&#228;ter von den Zhou (1111-255 v.Chr.) gest&#252;rzt. Obwohl die belebte Zhou-Kultur mit Konfuzius und Lao-tse einige der gr&#246;&#223;ten Philosophen und K&#252;nstler der Geschichte hervorbrachte, wurde China in den folgenden 200 Jahren von einer Reihe blutiger B&#252;rgerkriege ersch&#252;ttert. Diese Periode der "K&#228;mpfenden L&#228;nder" dauerte von 403-221 v.Chr.<br>Erst Qin Shi Huang gelang es, alle seine Rivalen zu unterwerfen und das Reich zu einen. Qin lie&#223; sich zum Kaiser kr&#246;nen und nannte sich selbst Qin Shi Huangdi ("Erster Gottkaiser Qin"). Allerdings sollte die Herrschaft der Qin-Dynastie bereits 206 v.Chr. wieder enden. Die nachfolgende Han-Dynastie war von Liu Pang begr&#252;ndet worden, der 202 v.Chr. zum Kaiser ernannt wurde. W&#228;hrend der 400-j&#228;hrigen Herrschaft der Han fand ein bedeutender politischer, kultureller und sozialer Wandel statt. Dar&#252;ber hinaus begannen die Han mit dem Bau der Chinesischen Mauer und anderer bedeutender Bauwerke. Au&#223;erdem gelang es den Han, ein chinesisches Nationalbewusstsein aufzubauen und so zu festigen, dass es bis zum Aufkommen des Kommunismus Bestand haben sollte. Die Cho-ko-nu, eine in der Han-Periode entstandene Repetierarmbrust, wurde von den Chinesen noch 2000 Jahre sp&#228;ter benutzt.<br>Gegen Ende des 2. Jh. n.Chr. starben die Han buchst&#228;blich aus. Es folgte eine lange &#196;ra der rivalisierenden K&#246;nigreiche, die bis zur Machtergreifung der T'ang 618 andauern sollte. Ihnen folgte wiederum die Sung-Dynastie (960-1279), die sich den Mongoleninvasionen geschlagen geben musste. Nachdem sich Dschingis Khan der Loyalit&#228;t des Hsi Hsia in Tibet (1209) versichert und damit eines potenziellen Feindes entledigt hatte, bereitete er die Invasion nach China vor. Einige Jahre zogen die Mongolen pl&#252;ndernd durch das Land, bis Dschingis 1214 die Hauptstadt der Chin (das heutige Peking) im Norden eroberte. In den n&#228;chsten Jahrzehnten herrschte ein wackliger Waffenstillstand zwischen den Mongolen im Norden und den Sung im S&#252;den. Erst 1250 setzten die Mongolen unter Kublai Khan, einem Enkel Dschingis Khans, ihren Vorsto&#223; fort.<br>Ab 1267 griffen sie, diesmal unterst&#252;tzt von gepanzerten Steppenreitern und Hilfstruppen Nordchinas, an mehreren Fronten an. Als der Widerstand des Volkes bald darauf verebbte, kontrollierten die fremden Invasoren zum einzigen Mal in der Geschichte ganz China. Die Mongolen hielten China 100 Jahre lang besetzt, aber das Unverm&#246;gen der Throninhaber sowie Rivalit&#228;ten unter den Heerf&#252;hrern und am Hofe schw&#228;chten ihre Machtstellung. Nun erhob sich eine neue geburtsrechtliche Dynastie, die Ming (1368-1644), bekannt f&#252;r ihre Kunstfertigkeit. Bevor sich die Ming ab 1424 au&#223;enpolitisch zunehmend abschotteten, pflegten sie einen regen Handel mit Indien und der arabischen Halbinsel. Die Seefahrer der Ming hatten vermutlich schon vor Kolumbus Amerika erreicht. Auf die Ming-Dynastie folgte das Mandschu-Reich (1644-1911) unter der letzten kaiserlichen Dynastie Chinas, den Qing. Diese &#196;ra war gepr&#228;gt von st&#228;ndigen Kriegen, westlichem Imperialismus, wuchernder Korruption und b&#252;rokratischer Willk&#252;r.<br>Angesichts des verheerenden Boxeraufstands blieb dem kaiserlichen Hof die Unterst&#252;tzung der Bauern und des Milit&#228;rs versagt - es folgte eine Revolution (1911-1912). In der ersten H&#228;lfte des 20. Jh. zerfiel die alte Ordnung Chinas: Es wurde eine neue Gesellschaftsstruktur gebildet, zun&#228;chst in Form der kurzlebigen demokratischen Republik (1912-1920), die sich bald in eine von Chiang Kai-shek gef&#252;hrte Diktatur wandelte. Die nationalistische Partei (GMD) und die chinesische Kommunistenpartei (KPCh) organisierten erneut eine Revolution. Obwohl sich die Chinesen geschlossen gegen die japanische Invasion zur Wehr setzten, tobte am Ende des 2. Weltkrieges im ganzen Land B&#252;rgerkrieg. Nationalisten und Kommunisten konkurrierten um die &#220;bernahme japanisch besetzter Gebiete: Sie r&#252;steten ihre Armeen auf und zogen in den Kampf, verhandelten aber zugleich miteinander. Nach den ersten Triumphen der Nationalisten in den Jahren 1947-48 kippte die strategische &#220;berlegenheit zugunsten der Kommunisten. Vier Jahre nach Japans Kapitulation brach erneut ein B&#252;rgerkrieg aus - diesmal von der Bev&#246;lkerung selbst heraufbeschworen - der dazu f&#252;hrte, dass Mao Tse-Tung im Oktober 1949 die Volksrepublik China ausrief. 1966 begannen die Kommunisten die unheilvolle "gro&#223;e proletarische Kulturrevolution" - einen 10 Jahre w&#228;hrenden Angriff auf "traditionelle Werte" und "kleinb&#252;rgerliche Denkweisen", der das Land endg&#252;ltig in einen desolaten Zustand st&#252;rzte. Nach Maos Tod ergriff sein Rivale Deng Xiaoping 1976 die Macht und verhalf China durch soziale und wirtschaftliche Reformen wieder zu weltpolitischer Bedeutung. Heute ist China eine aufstrebende Nation, deren politischer und wirtschaftlicher Kurs weiterhin unklar bleibt.
  
 
== Qin Shihuangdi ==
 
== Qin Shihuangdi ==

Aktuelle Version vom 12. Juni 2026, 07:40 Uhr

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Dieser Beitrag befasst sich mit China, wie es in Civilization VI vorkommt. Für Informationen über die entsprechende Zivilisation in anderen Teilen der Spielereihe siehe China.


Grün, weiss

China
Civilization 6

Eigenschaft
Dynastischer Zirkel
  • Heurekas und Eingebungen bieten 60% der Ausrichtungen und Technologien statt 50%.
Anführer
Qin Shihuangdi
Spezial
Spezialeinheit:
Kauender Tiger
Spezialbezirk:

Grundspiel


Civilopedia

Trotz der politischen und sozialen Unruhen, die das Land oftmals erschütterten, ist Chinas Langlebigkeit als politisch-kulturelle Institution unübertroffen. Ein Großteil des kulturellen Fortschritts wurde fast ohne Einflussnahme von außen erreicht. Auch in den Perioden, in denen "Barbaren" wie die Chin oder die Mongolen in China herrschten, blieb das chinesische Kulturgut erhalten und beeinflusste sogar diese fremden Völker stark. Die Entwicklungen des Bronzegussverfahrens und des chinesischen Alphabets datieren aus der Periode der Shang-Dynastie, die vermutlich Mitte des 16. bis Mitte des 11. Jh. v.Chr. als erste Herrscherdynastie in Nordchina regierte. Sie wurde später von den Zhou (1111-255 v.Chr.) gestürzt. Obwohl die belebte Zhou-Kultur mit Konfuzius und Lao-tse einige der größten Philosophen und Künstler der Geschichte hervorbrachte, wurde China in den folgenden 200 Jahren von einer Reihe blutiger Bürgerkriege erschüttert. Diese Periode der "Kämpfenden Länder" dauerte von 403-221 v.Chr.
Erst Qin Shi Huang gelang es, alle seine Rivalen zu unterwerfen und das Reich zu einen. Qin ließ sich zum Kaiser krönen und nannte sich selbst Qin Shi Huangdi ("Erster Gottkaiser Qin"). Allerdings sollte die Herrschaft der Qin-Dynastie bereits 206 v.Chr. wieder enden. Die nachfolgende Han-Dynastie war von Liu Pang begründet worden, der 202 v.Chr. zum Kaiser ernannt wurde. Während der 400-jährigen Herrschaft der Han fand ein bedeutender politischer, kultureller und sozialer Wandel statt. Darüber hinaus begannen die Han mit dem Bau der Chinesischen Mauer und anderer bedeutender Bauwerke. Außerdem gelang es den Han, ein chinesisches Nationalbewusstsein aufzubauen und so zu festigen, dass es bis zum Aufkommen des Kommunismus Bestand haben sollte. Die Cho-ko-nu, eine in der Han-Periode entstandene Repetierarmbrust, wurde von den Chinesen noch 2000 Jahre später benutzt.
Gegen Ende des 2. Jh. n.Chr. starben die Han buchstäblich aus. Es folgte eine lange Ära der rivalisierenden Königreiche, die bis zur Machtergreifung der T'ang 618 andauern sollte. Ihnen folgte wiederum die Sung-Dynastie (960-1279), die sich den Mongoleninvasionen geschlagen geben musste. Nachdem sich Dschingis Khan der Loyalität des Hsi Hsia in Tibet (1209) versichert und damit eines potenziellen Feindes entledigt hatte, bereitete er die Invasion nach China vor. Einige Jahre zogen die Mongolen plündernd durch das Land, bis Dschingis 1214 die Hauptstadt der Chin (das heutige Peking) im Norden eroberte. In den nächsten Jahrzehnten herrschte ein wackliger Waffenstillstand zwischen den Mongolen im Norden und den Sung im Süden. Erst 1250 setzten die Mongolen unter Kublai Khan, einem Enkel Dschingis Khans, ihren Vorstoß fort.
Ab 1267 griffen sie, diesmal unterstützt von gepanzerten Steppenreitern und Hilfstruppen Nordchinas, an mehreren Fronten an. Als der Widerstand des Volkes bald darauf verebbte, kontrollierten die fremden Invasoren zum einzigen Mal in der Geschichte ganz China. Die Mongolen hielten China 100 Jahre lang besetzt, aber das Unvermögen der Throninhaber sowie Rivalitäten unter den Heerführern und am Hofe schwächten ihre Machtstellung. Nun erhob sich eine neue geburtsrechtliche Dynastie, die Ming (1368-1644), bekannt für ihre Kunstfertigkeit. Bevor sich die Ming ab 1424 außenpolitisch zunehmend abschotteten, pflegten sie einen regen Handel mit Indien und der arabischen Halbinsel. Die Seefahrer der Ming hatten vermutlich schon vor Kolumbus Amerika erreicht. Auf die Ming-Dynastie folgte das Mandschu-Reich (1644-1911) unter der letzten kaiserlichen Dynastie Chinas, den Qing. Diese Ära war geprägt von ständigen Kriegen, westlichem Imperialismus, wuchernder Korruption und bürokratischer Willkür.
Angesichts des verheerenden Boxeraufstands blieb dem kaiserlichen Hof die Unterstützung der Bauern und des Militärs versagt - es folgte eine Revolution (1911-1912). In der ersten Hälfte des 20. Jh. zerfiel die alte Ordnung Chinas: Es wurde eine neue Gesellschaftsstruktur gebildet, zunächst in Form der kurzlebigen demokratischen Republik (1912-1920), die sich bald in eine von Chiang Kai-shek geführte Diktatur wandelte. Die nationalistische Partei (GMD) und die chinesische Kommunistenpartei (KPCh) organisierten erneut eine Revolution. Obwohl sich die Chinesen geschlossen gegen die japanische Invasion zur Wehr setzten, tobte am Ende des 2. Weltkrieges im ganzen Land Bürgerkrieg. Nationalisten und Kommunisten konkurrierten um die Übernahme japanisch besetzter Gebiete: Sie rüsteten ihre Armeen auf und zogen in den Kampf, verhandelten aber zugleich miteinander. Nach den ersten Triumphen der Nationalisten in den Jahren 1947-48 kippte die strategische Überlegenheit zugunsten der Kommunisten. Vier Jahre nach Japans Kapitulation brach erneut ein Bürgerkrieg aus - diesmal von der Bevölkerung selbst heraufbeschworen - der dazu führte, dass Mao Tse-Tung im Oktober 1949 die Volksrepublik China ausrief. 1966 begannen die Kommunisten die unheilvolle "große proletarische Kulturrevolution" - einen 10 Jahre währenden Angriff auf "traditionelle Werte" und "kleinbürgerliche Denkweisen", der das Land endgültig in einen desolaten Zustand stürzte. Nach Maos Tod ergriff sein Rivale Deng Xiaoping 1976 die Macht und verhalf China durch soziale und wirtschaftliche Reformen wieder zu weltpolitischer Bedeutung. Heute ist China eine aufstrebende Nation, deren politischer und wirtschaftlicher Kurs weiterhin unklar bleibt.

Qin Shihuangdi

Qin Shihuangdi

Qin Shihuangdi
256 - 210 v. Chr.

Einzigartige Fähigkeit
Vorlage:Eigenschaft Qin Civ6
Eigenschaften
China symbol civ6 inv.png
Agenda
Vorlage:Agenda Qin Civ6
Religion
Diplomatiebildschirm

Qin Shihuangdi im 3D-Diplomatiebildschirm

Grundspiel