Griechenland (Civ6): Unterschied zwischen den Versionen
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Die Zeit nach dem Zusammenbruch der mykenischen Kultur in Griechenland (etwa 1200 v.Chr.) war von den Völkerwanderungen der Barbaren in Richtung Norden geprägt, die in der Gründung mehrerer Stadtstaaten - zum Beispiel Sparta und Athen - und der griechischen Kolonisierung entlang der Küstengebiete des Mittelmeers resultierten. Historisch gesehen traten die Griechen in den darauf folgenden Jahrhunderten vor allem durch ihre Streitigkeiten mit benachbarten Völkern wegen der Vorrechte an den spärlichen Ressourcen in Erscheinung. Diese Periode kennzeichnete aber auch die Anfänge der Philosophie und der Wissenschaft. In jener Zeit verfasste Homer seine großen Epen (Ilias und Odyssee). Die Hellenen waren über mehrere Stadtstaaten in relativ armen, kargen Gegenden des Hinterlandes verstreut, umso überraschender scheint es, dass sie sich im intellektuellen Bereich gegen die weit überlegenen Zivilisationen am Yangtze, an Euphrat und Tigris sowie im Niltal behaupten konnten.<br><br>Die Perserkriege (492-449 v.Chr.), ausgelöst durch eine Revolte der griechischen Kolonisten in Kleinasien, katapultierten die Griechen endgültig ins Rampenlicht der Weltgeschichte. Als Athen und Eretrea zur Unterstützung der Revolte eine kleine Flotte aussandten, befahl der persische Kaiser zwei Invasionsmärsche auf das griechische Festland. 490 v.Chr. landete eine von Dareios I. (522-486 v.Chr.) geführte persische Armee erfolgreich in der Marathon-Ebene - am Ende errangen aber die von den Athenern angeführten Griechen mit Unterstützung der Spartaner den entscheidenden Sieg. Eine zweite, größere Invasion, die von den Spartanern und Thespiern bei den Thermopylen (481 v.Chr.) abgewehrt wurde, endete bei Salamis ebenfalls mit einer vernichtenden Niederlage der persischen Flotte. In den nächsten 30 Jahren gab es immer wieder sporadische Gefechte zwischen den griechischen Bündnissen und Persien, bis den Feindseligkeiten 449 v.Chr. durch das Friedensabkommen von Callas ein Ende gesetzt wurde. Dieser überraschende Triumph der Griechen sicherte den Fortbestand der griechischen Kultur und politischen Strukturen.<br><br>Vermehrte Spannungen zwischen Athen und Sparta führten bald darauf zu den Peleponnesischen Kriegen (431-404 v.Chr.): Die athenische Liga hatte mittlerweile einen Großteil der Insel- und Küstenstaaten entlang der Ägäis hinter sich, während Sparta die führende Kraft in einem Bündnis unabhängiger Städte mit den stärksten Landstreitkräften der Halbinsel darstellte. 404 v.Chr. musste Athen kapitulieren. Die Verwüstung der Stadt war der vielleicht größte Verlust dieser Kriege und machte die griechische Einigung zunichte.<br><br>Zu dieser Zeit hatte sich im Norden Griechenlands eine neue Macht gebildet: 353 v.Chr. hatte Philipp II. die Vorherrschaft im deutlich gewachsenen Makedonien erlangt. Er perfektionierte die von den Sumerern und Ägyptern der Antike bekannten Phalanx-Taktiken, indem er die Hopliten nun in dicht beieinander stehenden Blockformationen aus acht oder sogar 16 Reihen vorrücken ließ, wodurch sie zwar an Flexibilität einbüßten, dafür aber maximalen Schutz und Schlagkraft gewährleisteten. Nach der Ermordung seines Vaters im Jahre 336 v.Chr. trat Alexander (336-323 v.Chr.) dessen Nachfolge an. Er war gut vorbereitet: Von Aristoteles erzogen und ausgebildet, hatte er als Stellvertreter seines Vaters in Makedonien 340 v.Chr. die Meder besiegt. Nur zwei Jahre später war er als Kommandant des linken Flügels an der Schlacht bei Chaironeia beteiligt, in der Philipp über den griechischen Staatenbund triumphierte und damit faktisch ganz Griechenland unterwarf. Mit den Soldaten seines Vaters unterwarf Alexander schließlich das Perserreich und brach zu einem der größten Feldzüge der Weltgeschichte auf. Zehn Jahre und tausende Kilometer später hatte Alexander das Perserreich zerstört und ein Reich geschaffen, das sich von Mazedonien bis an die Grenzen Indiens erstreckte. Als Alexander mit nur 33 Jahren starb, hatte er die großen Wirtschaftszentren nach Westen verlagert, den mittleren Osten hellenisiert und ein riesiges Reich von Gibraltar bis zum Punjab erschaffen, das Handelsaktivitäten und Kulturaustausch ermöglichte.<br><br>Während des 40-jährigen Interregnums nach Alexanders Tod zerfielen die Provinzen in unabhängige Königreiche, deren Herrscher - einstige Generäle Alexanders - ihre Thronansprüche durch Waffengewalt und Intrigen sicherten, aber nicht in der Lage waren, sich gegen eine neue Militärmacht zu verbünden. So gelang es den Römern, um 350 v.Chr. in die westlichsten griechischen Siedlungen vorzudringen und einen 200 Jahre andauernden Eroberungsfeldzug in der hellenistischen Welt zu führen, die einst von Alexander geschaffen worden war. Nach der Niederlage Kleopatras und Mark Antons besetzten die octavianischen Truppen Ägypten - damit fiel auch das letzte hellenistische Königreich an Rom. In den nächsten 2000 Jahren war Griechenland Teil des Römischen, dann des Byzantinischen und schließlich des Ottomanenreiches. Nach einem von Großbritannien, Russland und Frankreich unterstützten Volksaufstand wurde ihm erst im Jahre 1832 der Status eines unabhängigen Staates zuerkannt. Griechenland kämpfte in beiden Weltkriegen auf Seiten der Alliierten und wurde während des 2. Weltkriegs von deutschen Truppen besetzt. Nach dem 2. Weltkrieg brach ein blutiger Bürgerkrieg zwischen Kommunisten und der konservativen Regierung aus, den Letztere schließlich für sich entscheiden konnte. Bis heute hat das demokratische Griechenland als Mitglied der Europäischen Union für Touristen aus aller Welt nichts von seiner Anziehungskraft verloren. | Die Zeit nach dem Zusammenbruch der mykenischen Kultur in Griechenland (etwa 1200 v.Chr.) war von den Völkerwanderungen der Barbaren in Richtung Norden geprägt, die in der Gründung mehrerer Stadtstaaten - zum Beispiel Sparta und Athen - und der griechischen Kolonisierung entlang der Küstengebiete des Mittelmeers resultierten. Historisch gesehen traten die Griechen in den darauf folgenden Jahrhunderten vor allem durch ihre Streitigkeiten mit benachbarten Völkern wegen der Vorrechte an den spärlichen Ressourcen in Erscheinung. Diese Periode kennzeichnete aber auch die Anfänge der Philosophie und der Wissenschaft. In jener Zeit verfasste Homer seine großen Epen (Ilias und Odyssee). Die Hellenen waren über mehrere Stadtstaaten in relativ armen, kargen Gegenden des Hinterlandes verstreut, umso überraschender scheint es, dass sie sich im intellektuellen Bereich gegen die weit überlegenen Zivilisationen am Yangtze, an Euphrat und Tigris sowie im Niltal behaupten konnten.<br><br>Die Perserkriege (492-449 v.Chr.), ausgelöst durch eine Revolte der griechischen Kolonisten in Kleinasien, katapultierten die Griechen endgültig ins Rampenlicht der Weltgeschichte. Als Athen und Eretrea zur Unterstützung der Revolte eine kleine Flotte aussandten, befahl der persische Kaiser zwei Invasionsmärsche auf das griechische Festland. 490 v.Chr. landete eine von Dareios I. (522-486 v.Chr.) geführte persische Armee erfolgreich in der Marathon-Ebene - am Ende errangen aber die von den Athenern angeführten Griechen mit Unterstützung der Spartaner den entscheidenden Sieg. Eine zweite, größere Invasion, die von den Spartanern und Thespiern bei den Thermopylen (481 v.Chr.) abgewehrt wurde, endete bei Salamis ebenfalls mit einer vernichtenden Niederlage der persischen Flotte. In den nächsten 30 Jahren gab es immer wieder sporadische Gefechte zwischen den griechischen Bündnissen und Persien, bis den Feindseligkeiten 449 v.Chr. durch das Friedensabkommen von Callas ein Ende gesetzt wurde. Dieser überraschende Triumph der Griechen sicherte den Fortbestand der griechischen Kultur und politischen Strukturen.<br><br>Vermehrte Spannungen zwischen Athen und Sparta führten bald darauf zu den Peleponnesischen Kriegen (431-404 v.Chr.): Die athenische Liga hatte mittlerweile einen Großteil der Insel- und Küstenstaaten entlang der Ägäis hinter sich, während Sparta die führende Kraft in einem Bündnis unabhängiger Städte mit den stärksten Landstreitkräften der Halbinsel darstellte. 404 v.Chr. musste Athen kapitulieren. Die Verwüstung der Stadt war der vielleicht größte Verlust dieser Kriege und machte die griechische Einigung zunichte.<br><br>Zu dieser Zeit hatte sich im Norden Griechenlands eine neue Macht gebildet: 353 v.Chr. hatte Philipp II. die Vorherrschaft im deutlich gewachsenen Makedonien erlangt. Er perfektionierte die von den Sumerern und Ägyptern der Antike bekannten Phalanx-Taktiken, indem er die Hopliten nun in dicht beieinander stehenden Blockformationen aus acht oder sogar 16 Reihen vorrücken ließ, wodurch sie zwar an Flexibilität einbüßten, dafür aber maximalen Schutz und Schlagkraft gewährleisteten. Nach der Ermordung seines Vaters im Jahre 336 v.Chr. trat Alexander (336-323 v.Chr.) dessen Nachfolge an. Er war gut vorbereitet: Von Aristoteles erzogen und ausgebildet, hatte er als Stellvertreter seines Vaters in Makedonien 340 v.Chr. die Meder besiegt. Nur zwei Jahre später war er als Kommandant des linken Flügels an der Schlacht bei Chaironeia beteiligt, in der Philipp über den griechischen Staatenbund triumphierte und damit faktisch ganz Griechenland unterwarf. Mit den Soldaten seines Vaters unterwarf Alexander schließlich das Perserreich und brach zu einem der größten Feldzüge der Weltgeschichte auf. Zehn Jahre und tausende Kilometer später hatte Alexander das Perserreich zerstört und ein Reich geschaffen, das sich von Mazedonien bis an die Grenzen Indiens erstreckte. Als Alexander mit nur 33 Jahren starb, hatte er die großen Wirtschaftszentren nach Westen verlagert, den mittleren Osten hellenisiert und ein riesiges Reich von Gibraltar bis zum Punjab erschaffen, das Handelsaktivitäten und Kulturaustausch ermöglichte.<br><br>Während des 40-jährigen Interregnums nach Alexanders Tod zerfielen die Provinzen in unabhängige Königreiche, deren Herrscher - einstige Generäle Alexanders - ihre Thronansprüche durch Waffengewalt und Intrigen sicherten, aber nicht in der Lage waren, sich gegen eine neue Militärmacht zu verbünden. So gelang es den Römern, um 350 v.Chr. in die westlichsten griechischen Siedlungen vorzudringen und einen 200 Jahre andauernden Eroberungsfeldzug in der hellenistischen Welt zu führen, die einst von Alexander geschaffen worden war. Nach der Niederlage Kleopatras und Mark Antons besetzten die octavianischen Truppen Ägypten - damit fiel auch das letzte hellenistische Königreich an Rom. In den nächsten 2000 Jahren war Griechenland Teil des Römischen, dann des Byzantinischen und schließlich des Ottomanenreiches. Nach einem von Großbritannien, Russland und Frankreich unterstützten Volksaufstand wurde ihm erst im Jahre 1832 der Status eines unabhängigen Staates zuerkannt. Griechenland kämpfte in beiden Weltkriegen auf Seiten der Alliierten und wurde während des 2. Weltkriegs von deutschen Truppen besetzt. Nach dem 2. Weltkrieg brach ein blutiger Bürgerkrieg zwischen Kommunisten und der konservativen Regierung aus, den Letztere schließlich für sich entscheiden konnte. Bis heute hat das demokratische Griechenland als Mitglied der Europäischen Union für Touristen aus aller Welt nichts von seiner Anziehungskraft verloren. | ||
| − | == | + | == Gorgo == |
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Game = Grundspiel| | Game = Grundspiel| | ||
}} | }} | ||
| + | ===Königin von Sparta=== | ||
| + | '''Eine Stadt ist gut gesichert, wenn sie Mauern aus Männern anstatt aus Stein hat.''' | ||
| − | == Gorgo == | + | Das vielleicht Bemerkenswerteste an Gorgo, Tochter eines spartanischen Königs, Frau eines spartanischen Königs und Mutter eines spartanischen Königs, ist die Tatsache, dass wir überhaupt von ihr wissen, wenn man bedenkt, dass Frauen in der klassischen griechischen Geschichte nahezu vollständig unerwähnt sind. Selbst Königinnen werden in den Arbeiten von Herodot, Xenophon und Thukydides kaum erwähnt, was nicht weiter verwundert, da die meisten der alten griechischen Historiker Athener waren, und unter Athenern galt, dass Frauen in der Öffentlichkeit nicht gesehen werden sollten - geschweige denn angehört. Wie Perikles in einer seiner Reden gesagt haben soll: "Die beste Frau ist die, die am wenigsten spricht, ganz gleich, ob lobend oder kritisierend." Von diesem Standpunkt aus war Gorgo eine verblüffende Erscheinung. |
| + | |||
| + | Gorgo wurde als einziges Kind von Kleomenes I., König von Sparta aus dem Haus der Agiaden, um das Jahr 513 v. Chr. herum geboren. Neben seiner eisernen Herrschaft über Sparta verfolgte Kleomenes eine oft skrupellose Außenpolitik, im Rahmen derer er Argos besiegte, sich in Athener Angelegenheiten einmischte und dabei half, den Peloponnesischen Bund zu schmieden. Gorgo lernte viel von ihrem reizenden Vater. Über ihre Kindheit ist nahezu nichts bekannt. Sie sah vermutlich recht unscheinbar aus (ansonsten gäbe es mit Sicherheit "historische" Überlieferungen von ihrer "Schönheit"), war allerdings intelligent. So riet sie ihrem Vater zum Beispiel, Aristagoras von Milet nicht zu vertrauen, der Unterstützung für einen ionischen Aufstand gegen die Perser suchte. Ohne Zweifel wurde sie wie alle spartanischen Mädchen von adliger Abstammung erzogen und ausgebildet: Lesen und Schreiben, Mathematik, Singen und Tanzen, Reiten ohne Sattel, Streitwagen fahren, und anstrengende, tägliche Ertüchtigung (einschließlich Ringen und Turnen). | ||
| + | |||
| + | Ganz gleich, was sie sonst für Eigenschaften gehabt haben mag, Gorgo war der Inbegriff einer spartanischen Frau: selbstsicher und unverblümt. Weder eitel, noch materialistisch, wenn man Herodots Überlieferungen Glauben schenken mag (was mit Vorsicht zu tun ist, da er eher Hörensagen als Tatsachen zugeneigt war), begegnete sie Affektiertheit mit typisch spartanischer Verachtung. So dachte sie über einen Besucher am Hof, dass dieser keine Hände haben müsse, da er sich von Sklaven ankleiden ließ. Eine andere Geschichte erzählt davon, wie Gorgo einem elegant gekleideten Besucher vorwarf, nicht einmal eine weibliche Rolle unter den Frauen Spartas einnehmen zu können. | ||
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| + | Anscheinend war Gogo im Jahr 490 v. Chr., in dem ihr Vater starb, mit ihrem Halbonkel Leonidas I. verheiratet. Sparta war in der einzigartigen Situation, von zwei Königen gleichzeitig regiert zu werden. Auch wenn beide technisch gesehen die gleiche Macht hatten, gelang es Gorgo, den Stand von Leonidas, als dieser den Thron der Dynastie der Agiaden von Kleomenes I. erbte, über den von Leotychidas II. zu erheben, und verhalf ihm so zu mehr Einfluss und Entscheidungsgewalt. Als Königin über einen militärisch geprägten Stadtstaat konnte sie Sparta dank ihrer Intelligenz mehrfach überaus gut dienen. Vor der persischen Invasion von Griechenland im Jahr 480 v. Chr., sandte der im Exil lebende Damaratos eine Warnung über Xerxes' Pläne. Um die Nachricht zu verbergen, ließ er sie in ein Stück Holz schneiden und mit Wachs überziehen. Weder die Könige noch die fünf Ephoren - Berater des Königs, die vom Volk gewählt wurden - konnten mit der blanken Tafel etwas anfangen, bis Gorgo Leonidas anwies, das Wachs vom Holz zu entfernen. In den Überlieferungen finden sich zahlreiche Stellen, die davon berichten, wie sie im Rat anwesend war, um den Königen oder der Versammlung beratend zur Seite zu stehen. | ||
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| + | Es ist nicht bekannt, ob die stolze Königin Leonidas mehr als ein Kind gebar - ihren Sohn Pleistarchos - doch bedenkt man den Zeitpunkt, zu dem Leonidas in die Schlacht bei den Thermopylen zog, in der er starb, ist es verständlich, wenn nicht. Und während andere Königinnen Spartas des Ehebruchs bezichtigt wurden, wie etwa Helena, heißt es wiederholt, Gorgo habe sich unerwünschten Avancen stets verweigert. Allerdings wird sie auch mit den Worten zitiert, nur spartanische Frauen brächten wahre Männer hervor, also war möglicherweise niemand sonst in ihren Augen würdig. Dem späteren Historiker Plutarch zufolge fragte Gorgo ihren Ehemann, wohlwissend um dessen unvermeidlichen Tod, als die 300 Spartaner Richtung Norden marschierten, was dieser sie zu tun wünschte. Darauf soll Leonidas gesagt haben: "Heirate einen guten Mann und gebäre gute Kinder." Es gibt keine Überlieferung, dass sie diesem Rat folgte. | ||
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| + | Es ist wahrscheinlich, dass Gorgo sowohl vor als auch nach der persischen Invasion durch Griechenland reiste, um Leonidas zu helfen, die griechischen Stadtstaaten zu einer gemeinsamen Verteidigung zu einen. Nahezu die gesamte Herrschaft Leonidas' war geprägt von den Bemühungen, eine Koalition zu schmieden, vor allem eine Allianz mit Athen, der führenden Seemacht. In Athen muss Gorgo eine wahre Sensation gewesen sein, schließlich wurde es dort als Skandal angesehen, wenn eine Frau sich in der Öffentlichkeit zeigte, ganz gleich ob verheiratet oder nicht. Und Gorgo lenkte einen Streitwagen durch die Straßen. Doch noch skandalöser muss es gewesen sein, dass sie dabei die für Frauen traditionelle spartanische Bekleidung trug: ein kurzes, dünnes Hemd und eine Tunika, die Arme und Beine frei ließen. Die Frauen Athens hingegen trugen Kleidung aus schwerem Stoff, die bis auf Gesicht, Hände und Füße den gesamten Körper verhüllten. Die Frauen Spartas genossen zuhause einen Status und einen Respekt, wie es für die Angehörigen ihres Geschlechts im restlichen Griechenland absolut unbekannt war, und ganz ohne Zweifel nutzten Leonidas und Gorgo diese Tatsache durch das entstehende Wechselbad von Schock und Charme in ihren Verhandlungen aus. | ||
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| + | Nach dem Tod der 300 bei den Thermopylen wurde Gorgos Sohn König, wobei zuerst sein Onkel und dann sein Cousin die Regentschaft an seiner statt ausführten, bis Pleistarchos im Jahr 478 v. Chr. selbst den Thron bestieg. Auch wenn es wahrscheinlich ist, dass Gorgo ihm und den Ephoren während des restlichen Kriegs gegen die Perser weiterhin ratend zur Seite stand, verschwindet sie zu dieser Zeit aus den Überlieferungen griechischer Historiker. Es gibt keine Aufzeichnung über ihren Tod. | ||
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| + | === Strategie === | ||
| + | Wer sonst könnte den bürokratischen Teil des Lebens meistern, wenn nicht die Griechen? Als Spartaner kann Gorgo die Macht und Flexibilität des bürokratischen Systems nutzen, um auf jegliche Art und Weise siegreich zu sein. | ||
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| + | Griechenland bestimmt das Spiel schon früh durch {{6kult}} Kultur. Mit Gorgo zieht es in den Krieg und erhält [ICON_Culture] Kultur durch Eliminierungen oder durch die Errichtung einer Akropolis auf einem Hügel direkt inmitten ihrer Stadtbezirke und Wunder. In Verbindung mit einem kostenlosen Joker-Platz stellt Griechenland die Regierungssupermacht im Spiel dar. Durch Erforschung der Ausrichtungen, die die Siegstrategie fördern, stehen verschiedene politische Optionen zur Verfügung, die unterwegs hilfreich sein werden. Das Regierungssystem ist flexibel, um jeden beliebigen Siegespfad zu unterstützen, auch wenn ein Kultursieg für Griechenland am einfachsten sein wird. | ||
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| + | == Perikles == | ||
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}} | }} | ||
| + | === Strategos von Athen === | ||
| + | ''' Nur weil du dich nicht für Politik interessierst, heißt das noch lange nicht, dass die Politik sich nicht für dich interessiert. ''' | ||
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| + | Perikles, der vermutlich einflussreichste griechische Redner und General seiner Zeit, wurde von keinem Geringeren als dem Historiker Thukydides als "der erste Mann in Athen" bezeichnet. (Thukydides war jedoch auch der Meinung, dass Politik auf Eigeninteresse und Furcht fußen sollte, seine Sicht sollte also vielleicht skeptisch beäugt werden.) Zu seinen eigenen Zwecken wandelte er den Attischen Seebund - der für den Kampf gegen die Perser gegründet worden war - in eine Art Athener Proto-Reich um. Er versuchte ebenfalls, Athen zum künstlerischen und kulturellen Zentrum Griechenlands zu machen, und das ziemlich erfolgreich. Und seine Unterstützung der noch jungen attischen Demokratie brachte ihm die Bezeichnung als Populist ein (worüber er selbst wahrscheinlich gelacht hätte). | ||
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| + | Perikles wurde um das Jahr 500 v. Chr. in Holargos, einem kleinen Ort nördlich von Athen, aus der Verbindung zwischen dem General und Politiker Xanthippos und Agariste, Tochter des mächtigen Geschlechts der Alkmaioniden, geboren. Sowohl Herodot als auch Plutarch berichten, dass Agariste kurz vor Perikles' Geburt geträumt haben soll, dass sie einen Löwen zur Welt bringen würde. Ob sich diese Vision nun auf seine zukünftige Tapferkeit bezog oder seinen ungewöhnlich großen Schädel - der dazu führte, dass er von zeitgenössischen Komödianten "Meerzwiebelkopf" genannt wurde - in der Jugend war Perikles eher introvertiert und mochte es, seine Rhetorik mit den philosophischen Gelehrten zu schärfen, die seine Familie sich als Lehrer leisten konnte. | ||
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| + | In Anbetracht seiner familiären Verbindungen war es vermutlich unvermeidbar, dass Perikles früher oder später die politische Arena Athens betreten würde. Im Alter von etwa Anfang 30 war er einer der Ankläger gegen Kimon, einer der Anführer der konservativen Fraktion, der vorgeworfen wurde, die eigenen Interessen über die Athens zu stellen. Kimon wurde zwar freigesprochen, doch etwa zwei Jahre später schaffte es Perikles, ihn aufgrund von Anschuldigungen, Sparta zu dienen, für zehn Jahre aus Athen verbannen zu lassen. Dadurch wurde Perikles eine der führenden Persönlichkeiten in Athens demokratischer Bewegung und war ein Verfechter einer populistischen Sozialpolitik. | ||
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| + | Perikles verbrachte die nächsten zwei Jahrzehnte damit, seine Position zu festigen, indem er die unteren Klassen mit Gefälligkeiten und Zuwendungen bedachte. Durch einen seiner ersten Erlasse wurden Staatsgelder verwendet, um den Armen den Zugang zum Theater zu ermöglichen, ein anderer sorgte dafür, dass Geschworenen am hohen Gericht Athens großzügige Gerichtsgelder zugestanden wurden. Ganz im Sinne der anderen "Demokraten" (der Unterstützer des Staatsvolks) arbeitete Perikles daran, die Rolle des Areopag, des aristokratischen Rats, der die Stadt regierte, zu schmälern und die Ekklesia, eine Volksversammlung freier Bürger, in Athen zu stärken. In seinen Augen war es entscheidend, dass Athen die Öffentlichkeit in das Zentrum des Interesses rücken sollte, da er in ihr eine noch nicht genutzte und entscheidende Ressource für die zukünftige Dominanz Athens in Griechenland sah. So schaffte er für die unteren Klassen Stück für Stück Zugang zum politischen System und zu politischen Ämtern, von denen sie vormals ausgeschlossen waren. Man könnte also argumentieren, dass die westliche Demokratie in den Träumen von einem Imperium wurzelt. | ||
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| + | In seiner Tätigkeit als Politiker erwies er sich als meisterhafter Redner, der das Wissen eines Sophisten und die Logik eines Philosophen in seinen Reden miteinander verband - schließlich war er von den Besten beider Lager ausgebildet worden. Seine Gegner behaupteten jedoch, dass seine Gemahlin Aspasia in Wahrheit seine Reden für ihn schrieb. Die Anschuldigung, seinen Erfolg einer Frau zu verdanken, war für jeden Staatsmann vor allem in Athen, wo Frauen bestenfalls als Einwohner zweiter Klasse angesehen wurden, eine schwerwiegende Beleidigung. Die Ermordung des Ephialtes, einem der frühen Anführer der demokratischen Bewegung, bot Perikles die Gelegenheit, seine Autorität zu festigen. Ohne Kimon und andere Oppositionelle wurde aus dem nun unangefochtenen Anführer der Demokraten der unangefochtene Anführer Athens. | ||
| + | |||
| + | Nach der gescheiterten zweiten Invasion Persiens im Jahr 479 v. Chr. und dem Rückzug Spartas und seiner peloponnesischen Verbündeten wuchs die Bedeutung des Attischen Seebundes, einer militärischen Allianz der ägäischen Stadtstaaten, die die griechischen Interessen wahren sollte - oder zumindest die Interessen, denen Perikles Bedeutung beimaß. Nach einer Niederlage gegen die persische Streitmacht im Jahr 454 v. Chr. setzte Athen alles daran, die Seebundkasse, die aus Steuern gespeist wurde, die von den Mitgliedern zum Wiederaufbau der durch die Perser zerstörten Tempel entrichtet wurden, von Delos nach Athen zu überführen. Drei Jahre später setzte Perikles mit dem Münzdekret durch, dass überall im Bund attische Münzen, Maße und Gewichte zum Standard erklärt wurden. | ||
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| + | Perikles nutzte die Schatzkasse für den Ruhm Athens, indem er daraus verschiedene Bauprojekte finanzierte, vor allem einige der Bauwerke der Akropolis: den Tempel der Athena Nike, das Erechtheion und den Parthenon, dessen Bau um das Jahr 447 v. Chr. herum begonnen wurde. Er argumentierte, dass die Verbündeten Athen, das die größte Flotte besaß, für deren Verteidigung bezahlten und er von daher keinerlei Rechenschaft schuldig sei, wofür das Geld ausgegeben würde. Er nutzte außerdem Gelder (sowohl eigene als auch die des Bundes), um die berühmten Dichter Sophokles, Aischylos, Euripides und Aristophanes zu unterstützen, die durch all die kostenlosen Vorführungen ihrer Tragödien nicht gerade reich wurden. Bildhauer wie Phidias und Anaxagoras verzierten Athen mit Werken aus Marmor und Stein. Die Philosophen Protagoras, Zeno und Anaxagoras zählten zum persönlichen Freundeskreis des Perikles; Sokrates hingegen hatte für diese Art des Hofierens nicht viel übrig. Man könnte sagen, dass Perikles das goldene Zeitalter Griechenlands finanziert hat - mit 9.000 Talenten Gold, das anderen Leuten gehörte. | ||
| + | |||
| + | 458 v. Chr. wurde Perikles zum Strategos (Heerführer) der vereinigten Streitkräfte Athens und dessen Verbündeter gewählt. Schon bald darauf brach er den ersten Peloponnesischen Krieg vom Zaun - zumindest tat er das nach Berichten von Thukydides und Plutarch, die beide kaum als objektive Beobachter angesehen werden können. Nach allem, was man weiß, war Perikles davon überzeugt, dass ein Krieg um die Kontrolle Griechenlands zwischen Athen und Sparta unvermeidbar war. Also entsandte er 433 v. Chr. attische Streitkräfte, um Kerkyra in einem Konflikt mit Korinth, einem Verbündeten Spartas, zu unterstützen. Es ist durchaus möglich, dass Perikles auf Streit aus war, und nicht lange, nachdem Sparta mit Krieg gedroht hatte, sollte Athen nicht von seinen gegen Mitglieder des Peloponnesischen Bundes gerichteten Handlungen absehen, gingen der Peloponnesische Bund und der Attische Seebund aufeinander los. Sparta plünderte den attischen ländlichen Raum; Perikles hingegen holte die Bevölkerung nach Athen und bereitete sich darauf vor, seine Feinde zu zermürben. Doch im Jahr 429 v. Chr. suchte eine Seuche die überfüllte Stadt heim. Unter den zahlreichen Opfern war auch Perikles, der einer Debatte mit Enterobakterien einfach nicht gewachsen war. | ||
| + | |||
| + | === Strategie === | ||
| + | Wer sonst könnte zivilisatorische Ausrichtungen meistern, wenn nicht die Griechen? Als Athener kann Perikles die Macht und Flexibilität des Ausrichtungs-Systems nutzen, um auf jegliche Art und Weise siegreich zu sein. | ||
| + | |||
| + | Als Anführer Griechenlands ist Perikles in der Lage, das Spiel früh durch {{6kult}} Kultur zu bestimmen, entweder durch Allianzen mit Stadtstaaten oder durch Platzierung einer Akropolis auf einem Hügel im Zentrum der Stadtbezirke und Wunder. In Verbindung mit einem kostenlosen Joker-Platz stellt Griechenland die Regierungssupermacht im Spiel dar. Durch Erforschung der Ausrichtungen, die die Siegstrategie fördern, stehen eine Reihe an Politiken zur Verfügung, die im Laufe des Spiels hilfreich sein werden. Das Regierungssystem ist flexibel, um einen beliebigen Siegespfad zu unterstützen, auch wenn ein Kultursieg für Griechenland am einfachsten sein wird. | ||
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{{Navigationsleiste Civilization VI Zivilisationen}} | {{Navigationsleiste Civilization VI Zivilisationen}} | ||
[[Kategorie:Civ6]] | [[Kategorie:Civ6]] | ||
[[Kategorie:Zivilisationen (Civ6)]] | [[Kategorie:Zivilisationen (Civ6)]] | ||
Aktuelle Version vom 18. Juni 2026, 22:00 Uhr
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Dieser Beitrag befasst sich mit Griechenland, wie es in Civilization VI vorkommt. Für Informationen über die entsprechende Zivilisation in anderen Teilen der Spielereihe siehe Griechenland. |
| Eigenschaft | ||
|---|---|---|
Platos Republik
| ||
| Anführer | ||
| Gorgo und Perikles | ||
| Spezial | ||
| Spezialeinheit: | ||
| Spezialbezirk: | ||
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Grundspiel | ||
Civilopedia
Die Zeit nach dem Zusammenbruch der mykenischen Kultur in Griechenland (etwa 1200 v.Chr.) war von den Völkerwanderungen der Barbaren in Richtung Norden geprägt, die in der Gründung mehrerer Stadtstaaten - zum Beispiel Sparta und Athen - und der griechischen Kolonisierung entlang der Küstengebiete des Mittelmeers resultierten. Historisch gesehen traten die Griechen in den darauf folgenden Jahrhunderten vor allem durch ihre Streitigkeiten mit benachbarten Völkern wegen der Vorrechte an den spärlichen Ressourcen in Erscheinung. Diese Periode kennzeichnete aber auch die Anfänge der Philosophie und der Wissenschaft. In jener Zeit verfasste Homer seine großen Epen (Ilias und Odyssee). Die Hellenen waren über mehrere Stadtstaaten in relativ armen, kargen Gegenden des Hinterlandes verstreut, umso überraschender scheint es, dass sie sich im intellektuellen Bereich gegen die weit überlegenen Zivilisationen am Yangtze, an Euphrat und Tigris sowie im Niltal behaupten konnten.
Die Perserkriege (492-449 v.Chr.), ausgelöst durch eine Revolte der griechischen Kolonisten in Kleinasien, katapultierten die Griechen endgültig ins Rampenlicht der Weltgeschichte. Als Athen und Eretrea zur Unterstützung der Revolte eine kleine Flotte aussandten, befahl der persische Kaiser zwei Invasionsmärsche auf das griechische Festland. 490 v.Chr. landete eine von Dareios I. (522-486 v.Chr.) geführte persische Armee erfolgreich in der Marathon-Ebene - am Ende errangen aber die von den Athenern angeführten Griechen mit Unterstützung der Spartaner den entscheidenden Sieg. Eine zweite, größere Invasion, die von den Spartanern und Thespiern bei den Thermopylen (481 v.Chr.) abgewehrt wurde, endete bei Salamis ebenfalls mit einer vernichtenden Niederlage der persischen Flotte. In den nächsten 30 Jahren gab es immer wieder sporadische Gefechte zwischen den griechischen Bündnissen und Persien, bis den Feindseligkeiten 449 v.Chr. durch das Friedensabkommen von Callas ein Ende gesetzt wurde. Dieser überraschende Triumph der Griechen sicherte den Fortbestand der griechischen Kultur und politischen Strukturen.
Vermehrte Spannungen zwischen Athen und Sparta führten bald darauf zu den Peleponnesischen Kriegen (431-404 v.Chr.): Die athenische Liga hatte mittlerweile einen Großteil der Insel- und Küstenstaaten entlang der Ägäis hinter sich, während Sparta die führende Kraft in einem Bündnis unabhängiger Städte mit den stärksten Landstreitkräften der Halbinsel darstellte. 404 v.Chr. musste Athen kapitulieren. Die Verwüstung der Stadt war der vielleicht größte Verlust dieser Kriege und machte die griechische Einigung zunichte.
Zu dieser Zeit hatte sich im Norden Griechenlands eine neue Macht gebildet: 353 v.Chr. hatte Philipp II. die Vorherrschaft im deutlich gewachsenen Makedonien erlangt. Er perfektionierte die von den Sumerern und Ägyptern der Antike bekannten Phalanx-Taktiken, indem er die Hopliten nun in dicht beieinander stehenden Blockformationen aus acht oder sogar 16 Reihen vorrücken ließ, wodurch sie zwar an Flexibilität einbüßten, dafür aber maximalen Schutz und Schlagkraft gewährleisteten. Nach der Ermordung seines Vaters im Jahre 336 v.Chr. trat Alexander (336-323 v.Chr.) dessen Nachfolge an. Er war gut vorbereitet: Von Aristoteles erzogen und ausgebildet, hatte er als Stellvertreter seines Vaters in Makedonien 340 v.Chr. die Meder besiegt. Nur zwei Jahre später war er als Kommandant des linken Flügels an der Schlacht bei Chaironeia beteiligt, in der Philipp über den griechischen Staatenbund triumphierte und damit faktisch ganz Griechenland unterwarf. Mit den Soldaten seines Vaters unterwarf Alexander schließlich das Perserreich und brach zu einem der größten Feldzüge der Weltgeschichte auf. Zehn Jahre und tausende Kilometer später hatte Alexander das Perserreich zerstört und ein Reich geschaffen, das sich von Mazedonien bis an die Grenzen Indiens erstreckte. Als Alexander mit nur 33 Jahren starb, hatte er die großen Wirtschaftszentren nach Westen verlagert, den mittleren Osten hellenisiert und ein riesiges Reich von Gibraltar bis zum Punjab erschaffen, das Handelsaktivitäten und Kulturaustausch ermöglichte.
Während des 40-jährigen Interregnums nach Alexanders Tod zerfielen die Provinzen in unabhängige Königreiche, deren Herrscher - einstige Generäle Alexanders - ihre Thronansprüche durch Waffengewalt und Intrigen sicherten, aber nicht in der Lage waren, sich gegen eine neue Militärmacht zu verbünden. So gelang es den Römern, um 350 v.Chr. in die westlichsten griechischen Siedlungen vorzudringen und einen 200 Jahre andauernden Eroberungsfeldzug in der hellenistischen Welt zu führen, die einst von Alexander geschaffen worden war. Nach der Niederlage Kleopatras und Mark Antons besetzten die octavianischen Truppen Ägypten - damit fiel auch das letzte hellenistische Königreich an Rom. In den nächsten 2000 Jahren war Griechenland Teil des Römischen, dann des Byzantinischen und schließlich des Ottomanenreiches. Nach einem von Großbritannien, Russland und Frankreich unterstützten Volksaufstand wurde ihm erst im Jahre 1832 der Status eines unabhängigen Staates zuerkannt. Griechenland kämpfte in beiden Weltkriegen auf Seiten der Alliierten und wurde während des 2. Weltkriegs von deutschen Truppen besetzt. Nach dem 2. Weltkrieg brach ein blutiger Bürgerkrieg zwischen Kommunisten und der konservativen Regierung aus, den Letztere schließlich für sich entscheiden konnte. Bis heute hat das demokratische Griechenland als Mitglied der Europäischen Union für Touristen aus aller Welt nichts von seiner Anziehungskraft verloren.
Gorgo
Königin von Sparta
Eine Stadt ist gut gesichert, wenn sie Mauern aus Männern anstatt aus Stein hat.
Das vielleicht Bemerkenswerteste an Gorgo, Tochter eines spartanischen Königs, Frau eines spartanischen Königs und Mutter eines spartanischen Königs, ist die Tatsache, dass wir überhaupt von ihr wissen, wenn man bedenkt, dass Frauen in der klassischen griechischen Geschichte nahezu vollständig unerwähnt sind. Selbst Königinnen werden in den Arbeiten von Herodot, Xenophon und Thukydides kaum erwähnt, was nicht weiter verwundert, da die meisten der alten griechischen Historiker Athener waren, und unter Athenern galt, dass Frauen in der Öffentlichkeit nicht gesehen werden sollten - geschweige denn angehört. Wie Perikles in einer seiner Reden gesagt haben soll: "Die beste Frau ist die, die am wenigsten spricht, ganz gleich, ob lobend oder kritisierend." Von diesem Standpunkt aus war Gorgo eine verblüffende Erscheinung.
Gorgo wurde als einziges Kind von Kleomenes I., König von Sparta aus dem Haus der Agiaden, um das Jahr 513 v. Chr. herum geboren. Neben seiner eisernen Herrschaft über Sparta verfolgte Kleomenes eine oft skrupellose Außenpolitik, im Rahmen derer er Argos besiegte, sich in Athener Angelegenheiten einmischte und dabei half, den Peloponnesischen Bund zu schmieden. Gorgo lernte viel von ihrem reizenden Vater. Über ihre Kindheit ist nahezu nichts bekannt. Sie sah vermutlich recht unscheinbar aus (ansonsten gäbe es mit Sicherheit "historische" Überlieferungen von ihrer "Schönheit"), war allerdings intelligent. So riet sie ihrem Vater zum Beispiel, Aristagoras von Milet nicht zu vertrauen, der Unterstützung für einen ionischen Aufstand gegen die Perser suchte. Ohne Zweifel wurde sie wie alle spartanischen Mädchen von adliger Abstammung erzogen und ausgebildet: Lesen und Schreiben, Mathematik, Singen und Tanzen, Reiten ohne Sattel, Streitwagen fahren, und anstrengende, tägliche Ertüchtigung (einschließlich Ringen und Turnen).
Ganz gleich, was sie sonst für Eigenschaften gehabt haben mag, Gorgo war der Inbegriff einer spartanischen Frau: selbstsicher und unverblümt. Weder eitel, noch materialistisch, wenn man Herodots Überlieferungen Glauben schenken mag (was mit Vorsicht zu tun ist, da er eher Hörensagen als Tatsachen zugeneigt war), begegnete sie Affektiertheit mit typisch spartanischer Verachtung. So dachte sie über einen Besucher am Hof, dass dieser keine Hände haben müsse, da er sich von Sklaven ankleiden ließ. Eine andere Geschichte erzählt davon, wie Gorgo einem elegant gekleideten Besucher vorwarf, nicht einmal eine weibliche Rolle unter den Frauen Spartas einnehmen zu können.
Anscheinend war Gogo im Jahr 490 v. Chr., in dem ihr Vater starb, mit ihrem Halbonkel Leonidas I. verheiratet. Sparta war in der einzigartigen Situation, von zwei Königen gleichzeitig regiert zu werden. Auch wenn beide technisch gesehen die gleiche Macht hatten, gelang es Gorgo, den Stand von Leonidas, als dieser den Thron der Dynastie der Agiaden von Kleomenes I. erbte, über den von Leotychidas II. zu erheben, und verhalf ihm so zu mehr Einfluss und Entscheidungsgewalt. Als Königin über einen militärisch geprägten Stadtstaat konnte sie Sparta dank ihrer Intelligenz mehrfach überaus gut dienen. Vor der persischen Invasion von Griechenland im Jahr 480 v. Chr., sandte der im Exil lebende Damaratos eine Warnung über Xerxes' Pläne. Um die Nachricht zu verbergen, ließ er sie in ein Stück Holz schneiden und mit Wachs überziehen. Weder die Könige noch die fünf Ephoren - Berater des Königs, die vom Volk gewählt wurden - konnten mit der blanken Tafel etwas anfangen, bis Gorgo Leonidas anwies, das Wachs vom Holz zu entfernen. In den Überlieferungen finden sich zahlreiche Stellen, die davon berichten, wie sie im Rat anwesend war, um den Königen oder der Versammlung beratend zur Seite zu stehen.
Es ist nicht bekannt, ob die stolze Königin Leonidas mehr als ein Kind gebar - ihren Sohn Pleistarchos - doch bedenkt man den Zeitpunkt, zu dem Leonidas in die Schlacht bei den Thermopylen zog, in der er starb, ist es verständlich, wenn nicht. Und während andere Königinnen Spartas des Ehebruchs bezichtigt wurden, wie etwa Helena, heißt es wiederholt, Gorgo habe sich unerwünschten Avancen stets verweigert. Allerdings wird sie auch mit den Worten zitiert, nur spartanische Frauen brächten wahre Männer hervor, also war möglicherweise niemand sonst in ihren Augen würdig. Dem späteren Historiker Plutarch zufolge fragte Gorgo ihren Ehemann, wohlwissend um dessen unvermeidlichen Tod, als die 300 Spartaner Richtung Norden marschierten, was dieser sie zu tun wünschte. Darauf soll Leonidas gesagt haben: "Heirate einen guten Mann und gebäre gute Kinder." Es gibt keine Überlieferung, dass sie diesem Rat folgte.
Es ist wahrscheinlich, dass Gorgo sowohl vor als auch nach der persischen Invasion durch Griechenland reiste, um Leonidas zu helfen, die griechischen Stadtstaaten zu einer gemeinsamen Verteidigung zu einen. Nahezu die gesamte Herrschaft Leonidas' war geprägt von den Bemühungen, eine Koalition zu schmieden, vor allem eine Allianz mit Athen, der führenden Seemacht. In Athen muss Gorgo eine wahre Sensation gewesen sein, schließlich wurde es dort als Skandal angesehen, wenn eine Frau sich in der Öffentlichkeit zeigte, ganz gleich ob verheiratet oder nicht. Und Gorgo lenkte einen Streitwagen durch die Straßen. Doch noch skandalöser muss es gewesen sein, dass sie dabei die für Frauen traditionelle spartanische Bekleidung trug: ein kurzes, dünnes Hemd und eine Tunika, die Arme und Beine frei ließen. Die Frauen Athens hingegen trugen Kleidung aus schwerem Stoff, die bis auf Gesicht, Hände und Füße den gesamten Körper verhüllten. Die Frauen Spartas genossen zuhause einen Status und einen Respekt, wie es für die Angehörigen ihres Geschlechts im restlichen Griechenland absolut unbekannt war, und ganz ohne Zweifel nutzten Leonidas und Gorgo diese Tatsache durch das entstehende Wechselbad von Schock und Charme in ihren Verhandlungen aus.
Nach dem Tod der 300 bei den Thermopylen wurde Gorgos Sohn König, wobei zuerst sein Onkel und dann sein Cousin die Regentschaft an seiner statt ausführten, bis Pleistarchos im Jahr 478 v. Chr. selbst den Thron bestieg. Auch wenn es wahrscheinlich ist, dass Gorgo ihm und den Ephoren während des restlichen Kriegs gegen die Perser weiterhin ratend zur Seite stand, verschwindet sie zu dieser Zeit aus den Überlieferungen griechischer Historiker. Es gibt keine Aufzeichnung über ihren Tod.
Strategie
Wer sonst könnte den bürokratischen Teil des Lebens meistern, wenn nicht die Griechen? Als Spartaner kann Gorgo die Macht und Flexibilität des bürokratischen Systems nutzen, um auf jegliche Art und Weise siegreich zu sein.
Griechenland bestimmt das Spiel schon früh durch
Kultur. Mit Gorgo zieht es in den Krieg und erhält [ICON_Culture] Kultur durch Eliminierungen oder durch die Errichtung einer Akropolis auf einem Hügel direkt inmitten ihrer Stadtbezirke und Wunder. In Verbindung mit einem kostenlosen Joker-Platz stellt Griechenland die Regierungssupermacht im Spiel dar. Durch Erforschung der Ausrichtungen, die die Siegstrategie fördern, stehen verschiedene politische Optionen zur Verfügung, die unterwegs hilfreich sein werden. Das Regierungssystem ist flexibel, um jeden beliebigen Siegespfad zu unterstützen, auch wenn ein Kultursieg für Griechenland am einfachsten sein wird.
Perikles
Strategos von Athen
Nur weil du dich nicht für Politik interessierst, heißt das noch lange nicht, dass die Politik sich nicht für dich interessiert.
Perikles, der vermutlich einflussreichste griechische Redner und General seiner Zeit, wurde von keinem Geringeren als dem Historiker Thukydides als "der erste Mann in Athen" bezeichnet. (Thukydides war jedoch auch der Meinung, dass Politik auf Eigeninteresse und Furcht fußen sollte, seine Sicht sollte also vielleicht skeptisch beäugt werden.) Zu seinen eigenen Zwecken wandelte er den Attischen Seebund - der für den Kampf gegen die Perser gegründet worden war - in eine Art Athener Proto-Reich um. Er versuchte ebenfalls, Athen zum künstlerischen und kulturellen Zentrum Griechenlands zu machen, und das ziemlich erfolgreich. Und seine Unterstützung der noch jungen attischen Demokratie brachte ihm die Bezeichnung als Populist ein (worüber er selbst wahrscheinlich gelacht hätte).
Perikles wurde um das Jahr 500 v. Chr. in Holargos, einem kleinen Ort nördlich von Athen, aus der Verbindung zwischen dem General und Politiker Xanthippos und Agariste, Tochter des mächtigen Geschlechts der Alkmaioniden, geboren. Sowohl Herodot als auch Plutarch berichten, dass Agariste kurz vor Perikles' Geburt geträumt haben soll, dass sie einen Löwen zur Welt bringen würde. Ob sich diese Vision nun auf seine zukünftige Tapferkeit bezog oder seinen ungewöhnlich großen Schädel - der dazu führte, dass er von zeitgenössischen Komödianten "Meerzwiebelkopf" genannt wurde - in der Jugend war Perikles eher introvertiert und mochte es, seine Rhetorik mit den philosophischen Gelehrten zu schärfen, die seine Familie sich als Lehrer leisten konnte.
In Anbetracht seiner familiären Verbindungen war es vermutlich unvermeidbar, dass Perikles früher oder später die politische Arena Athens betreten würde. Im Alter von etwa Anfang 30 war er einer der Ankläger gegen Kimon, einer der Anführer der konservativen Fraktion, der vorgeworfen wurde, die eigenen Interessen über die Athens zu stellen. Kimon wurde zwar freigesprochen, doch etwa zwei Jahre später schaffte es Perikles, ihn aufgrund von Anschuldigungen, Sparta zu dienen, für zehn Jahre aus Athen verbannen zu lassen. Dadurch wurde Perikles eine der führenden Persönlichkeiten in Athens demokratischer Bewegung und war ein Verfechter einer populistischen Sozialpolitik.
Perikles verbrachte die nächsten zwei Jahrzehnte damit, seine Position zu festigen, indem er die unteren Klassen mit Gefälligkeiten und Zuwendungen bedachte. Durch einen seiner ersten Erlasse wurden Staatsgelder verwendet, um den Armen den Zugang zum Theater zu ermöglichen, ein anderer sorgte dafür, dass Geschworenen am hohen Gericht Athens großzügige Gerichtsgelder zugestanden wurden. Ganz im Sinne der anderen "Demokraten" (der Unterstützer des Staatsvolks) arbeitete Perikles daran, die Rolle des Areopag, des aristokratischen Rats, der die Stadt regierte, zu schmälern und die Ekklesia, eine Volksversammlung freier Bürger, in Athen zu stärken. In seinen Augen war es entscheidend, dass Athen die Öffentlichkeit in das Zentrum des Interesses rücken sollte, da er in ihr eine noch nicht genutzte und entscheidende Ressource für die zukünftige Dominanz Athens in Griechenland sah. So schaffte er für die unteren Klassen Stück für Stück Zugang zum politischen System und zu politischen Ämtern, von denen sie vormals ausgeschlossen waren. Man könnte also argumentieren, dass die westliche Demokratie in den Träumen von einem Imperium wurzelt.
In seiner Tätigkeit als Politiker erwies er sich als meisterhafter Redner, der das Wissen eines Sophisten und die Logik eines Philosophen in seinen Reden miteinander verband - schließlich war er von den Besten beider Lager ausgebildet worden. Seine Gegner behaupteten jedoch, dass seine Gemahlin Aspasia in Wahrheit seine Reden für ihn schrieb. Die Anschuldigung, seinen Erfolg einer Frau zu verdanken, war für jeden Staatsmann vor allem in Athen, wo Frauen bestenfalls als Einwohner zweiter Klasse angesehen wurden, eine schwerwiegende Beleidigung. Die Ermordung des Ephialtes, einem der frühen Anführer der demokratischen Bewegung, bot Perikles die Gelegenheit, seine Autorität zu festigen. Ohne Kimon und andere Oppositionelle wurde aus dem nun unangefochtenen Anführer der Demokraten der unangefochtene Anführer Athens.
Nach der gescheiterten zweiten Invasion Persiens im Jahr 479 v. Chr. und dem Rückzug Spartas und seiner peloponnesischen Verbündeten wuchs die Bedeutung des Attischen Seebundes, einer militärischen Allianz der ägäischen Stadtstaaten, die die griechischen Interessen wahren sollte - oder zumindest die Interessen, denen Perikles Bedeutung beimaß. Nach einer Niederlage gegen die persische Streitmacht im Jahr 454 v. Chr. setzte Athen alles daran, die Seebundkasse, die aus Steuern gespeist wurde, die von den Mitgliedern zum Wiederaufbau der durch die Perser zerstörten Tempel entrichtet wurden, von Delos nach Athen zu überführen. Drei Jahre später setzte Perikles mit dem Münzdekret durch, dass überall im Bund attische Münzen, Maße und Gewichte zum Standard erklärt wurden.
Perikles nutzte die Schatzkasse für den Ruhm Athens, indem er daraus verschiedene Bauprojekte finanzierte, vor allem einige der Bauwerke der Akropolis: den Tempel der Athena Nike, das Erechtheion und den Parthenon, dessen Bau um das Jahr 447 v. Chr. herum begonnen wurde. Er argumentierte, dass die Verbündeten Athen, das die größte Flotte besaß, für deren Verteidigung bezahlten und er von daher keinerlei Rechenschaft schuldig sei, wofür das Geld ausgegeben würde. Er nutzte außerdem Gelder (sowohl eigene als auch die des Bundes), um die berühmten Dichter Sophokles, Aischylos, Euripides und Aristophanes zu unterstützen, die durch all die kostenlosen Vorführungen ihrer Tragödien nicht gerade reich wurden. Bildhauer wie Phidias und Anaxagoras verzierten Athen mit Werken aus Marmor und Stein. Die Philosophen Protagoras, Zeno und Anaxagoras zählten zum persönlichen Freundeskreis des Perikles; Sokrates hingegen hatte für diese Art des Hofierens nicht viel übrig. Man könnte sagen, dass Perikles das goldene Zeitalter Griechenlands finanziert hat - mit 9.000 Talenten Gold, das anderen Leuten gehörte.
458 v. Chr. wurde Perikles zum Strategos (Heerführer) der vereinigten Streitkräfte Athens und dessen Verbündeter gewählt. Schon bald darauf brach er den ersten Peloponnesischen Krieg vom Zaun - zumindest tat er das nach Berichten von Thukydides und Plutarch, die beide kaum als objektive Beobachter angesehen werden können. Nach allem, was man weiß, war Perikles davon überzeugt, dass ein Krieg um die Kontrolle Griechenlands zwischen Athen und Sparta unvermeidbar war. Also entsandte er 433 v. Chr. attische Streitkräfte, um Kerkyra in einem Konflikt mit Korinth, einem Verbündeten Spartas, zu unterstützen. Es ist durchaus möglich, dass Perikles auf Streit aus war, und nicht lange, nachdem Sparta mit Krieg gedroht hatte, sollte Athen nicht von seinen gegen Mitglieder des Peloponnesischen Bundes gerichteten Handlungen absehen, gingen der Peloponnesische Bund und der Attische Seebund aufeinander los. Sparta plünderte den attischen ländlichen Raum; Perikles hingegen holte die Bevölkerung nach Athen und bereitete sich darauf vor, seine Feinde zu zermürben. Doch im Jahr 429 v. Chr. suchte eine Seuche die überfüllte Stadt heim. Unter den zahlreichen Opfern war auch Perikles, der einer Debatte mit Enterobakterien einfach nicht gewachsen war.
Strategie
Wer sonst könnte zivilisatorische Ausrichtungen meistern, wenn nicht die Griechen? Als Athener kann Perikles die Macht und Flexibilität des Ausrichtungs-Systems nutzen, um auf jegliche Art und Weise siegreich zu sein.
Als Anführer Griechenlands ist Perikles in der Lage, das Spiel früh durch
Kultur zu bestimmen, entweder durch Allianzen mit Stadtstaaten oder durch Platzierung einer Akropolis auf einem Hügel im Zentrum der Stadtbezirke und Wunder. In Verbindung mit einem kostenlosen Joker-Platz stellt Griechenland die Regierungssupermacht im Spiel dar. Durch Erforschung der Ausrichtungen, die die Siegstrategie fördern, stehen eine Reihe an Politiken zur Verfügung, die im Laufe des Spiels hilfreich sein werden. Das Regierungssystem ist flexibel, um einen beliebigen Siegespfad zu unterstützen, auch wenn ein Kultursieg für Griechenland am einfachsten sein wird.