Wikinger (Civ4)

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Dieser Beitrag befasst sich mit den Wikingern, wie sie in Civilization IV vorkommen. Für Informationen über die entsprechende Zivilisation in anderen Teilen der Spielereihe siehe Wikinger.


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Wikinger
Civilization 5

Anführer
Ragnar
Spezial
Spezialeinheit: Berserker
Spezialgebäude: Handelsposten
Starttechnologien: Fischen und Jagd

Enthalten ab Civilization IV: Warlords


Civilopedia

Die auch als Skandinavier oder Nordmänner bekannten Wikinger lebten in Stammesverbänden in Nordeuropa und waren in der Zeit um etwa 800-1050 nach Christus für ihre Raubzüge auf dem ganzen Kontinent berühmt-berüchtigt. Diese Periode wird manchmal auch als "Wikingerzeitalter" bezeichnet und war durch Chaos und Unruhen in großen Teilen Europas geprägt. Allgemein lassen sich die Wikinger in drei Hauptgruppen unterteilen: Die Dänen trieben vorwiegend in England ihr Unwesen, die Norweger in Schottland, Irland und den weiter westlich gelegenen Gebieten und die Schweden fielen über das dortige Flusssystem in die Region des heutigen Russland ein. Obwohl die Wikinger in der Regel die so genannte "Hit and Run"-Taktik anwandten, wurden doch viele von ihnen in neuen Lebensgemeinschaften in den eroberten Gebieten ansässig und mischten sich schließlich mit der örtlichen Bevölkerung. Heute werden sie vorwiegend als blutrünstige Briganten dargestellt, tatsächlich waren sie jedoch in erster Linie als Handelstreibende tätig und weniger als Krieger.

Unter Historikern ist es umstritten, warum die Wikinger gegen Ende des 8. Jahrhunderts plötzlich aus Skandinavien aufbrachen und in andere Teile Europas einfielen. Entsprechend wurden zu diesem Thema unterschiedliche Theorien aufgestellt: Die Wikinger litten aufgrund ihrer fortschrittlichen landwirtschaftlichen Technologien unter Übervölkerung; die Einigung Norwegens führte zu einem Überschuss untätiger Krieger; die Wikinger reagierten auf das von den Franken provozierte Kräftemessen im Kampf um die Vorherrschaft bei den Handelsaktivitäten mit dem Osten; und schließlich: Die Männer schwärmten aus reiner Langeweile zu ihren Überfällen und Plünderungen aus. Eine besonders interessante Theorie besagt allerdings, dass es im frühen Mittelalter wegen des milderen Klimas in Europa zu einer Übervölkerung in Skandinavien kam und die Wikinger daher neue Siedlungsgebiete in Island und Grönland erschließen mussten.

Was auch immer der tatsächliche Anlass für ihre Expansionsbestrebungen gewesen sein mag, fest steht, dass die Wikinger zunächst einmal im Jahr 793 die bedeutende Klosterinsel Lindisfarne an der englischen Küste eroberten. Im darauf folgenden Jahrzehnt wurde England regelmäßig von den Dänen überfallen und im Jahr 865 begann schließlich der von verschiedenen heimatlosen Wikingerkönigen angeführte große Einmarsch in das Königreich Ostanglien. In den nun folgenden Schlachten wurden die meisten angelsächsischen Königreiche erfolgreich geschlagen, einzig das Königreich Wessex unter Alfred dem Großen schaffte es, die Invasoren abzuwehren. Nachdem die Wikinger sich schließlich in Northumbrien angesiedelt hatten, wurde dieses Gebiet in "Danelag" umbenannt (da es sich bei den Eroberern vorwiegend um dänische Wikinger handelte).

Im Jahr 947 folgte eine weitere Angriffswelle der Wikinger in England, diesmal angeführt von Erik Blutaxt, der die Stadt York einnahm. Die Wikinger beherrschten nun große Teile Englands, bis zur Invasion der Normannen im Jahr 1066, die ihrerseits selbst französischstämmige Nachfahren der Wikinger waren. In dieser Periode waren die norwegischen Wikinger in Schottland und Irland allgegenwärtig und gründeten mehrere bedeutende Städte, darunter auch Dublin. Nach und nach wurden die Wikinger in dieser Region vollends heimisch und verbanden sich schließlich durch Heirat mit den gebürtigen Iren.

Das Hauptziel der wikingischen Aggressoren war jedoch Frankreich. Während des gesamten 9. Jahrhunderts befuhren die Wikinger ungehindert die Seine und eroberten französische Städte und Klöster, wie es ihnen gerade passte. Schließlich schloss der französische König Karl der Einfältige im Jahr 911 einen Vertrag mit dem Wikingerführer Hrolf Ganger, in dem er ihm die Abtretung Nordfrankreichs zusicherte. Im Gegenzug willigten Hrolf und seine Männer ein, zum Christentum zu konvertieren und Vasallen des französischen Königs zu werden. Hrolf änderte seinen Namen in Rollo und wurde Herzog der Provinz Normandie (nach den "Nordmännern" benannt, die sich dort ansiedelten). Aber auch nach ihrem Bekenntnis zum Christentum blieben die Normannen ihrem kriegerischen Wesen treu: Sie machten weiterhin bedeutende Eroberungen in England und dem Mittelmeerraum ebenso wie während der Kreuzzüge.

Die Heldentaten der wikingischen Seefahrer sind legendär. Diese unerschrockenen Seeleute fuhren bis nach Island, Grönland und sogar Neufundland vor der nordamerikanischen Küste und errichteten überall Kolonien. Die Langboote der Wikinger waren schnell und hochseetauglich, gleichzeitig ermöglichte ihr geringer Tiefgang aber auch das Befahren der europäischen Flüsse. So waren die Wikinger in der Lage, von der Seeseite her anzugreifen und längst wieder verschwunden zu sein, bevor die Militärtruppen eines Königreichs auch nur herbeigerufen werden konnten. Im Osten nutzten die schwedischen Wikinger das dortige Flusssystem, um bis in das Gebiet des heutigen Russlands vorzudringen. Hier gründeten sie das Reich der Kiewer Rus, das dank des florierenden Flusshandels zwischen den Balten und dem Byzantinischen Reich schnell zu Wohlstand gelangte. Einige dieser Wikinger verdingten sich wiederum als Söldner in byzantinischen Hoheitsgebieten, ihre Elitekrieger wurden sogar in die Warägergarde des byzantinischen Kaisers aufgenommen. Das Ende der Wikingerzeit wird etwa um 1050 nach Christus datiert. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich die Wikinger mehr und mehr in das christliche Europa eingegliedert und waren sesshaft geworden, um weniger aufregenden, dafür aber etwas beständigeren Tätigkeiten in der Landwirtschaft und im Fischereigewerbe nachzukommen. Ihr Ruf als wildes, kämpferisches Seefahrervolk hat jedoch bis zum heutigen Tage überdauert.

Strategien

Das Wikingerreich besitzt mit dem Berserker den Stärksten Stadtangreifer aller Nahkämpfer. Er verfügt über einen 10% Angriffbonus auf Städte und starte mit der Beförderung Amphibisch. Dadurch kann er ohne Malus von einem Schiff aus direkt eine Stadt angreifen. Darüber hinaus besitzen die mit dem Handelsposten einen Leuchtturm, der allen Schiffen die in der Stadt in der er gebaut wurde die Beförderung Navigation I gibt. Damit sind die Wikinger auf Inselkarten und anderen Karten mit hohem Wasseranteil im Mittelalter die gefährlichste Zivilisation.

Spielgeschichten und Dokumentationen

Muss noch rausgesucht werden


Ragnar Lodbrok

Ragnar

Ragnar

Eigenschaften
Merkmale: Aggressiv und Finanzorientiert
bev. Staatsform: Erbrecht
bev. Religion: keine
Schwerpunkte
Allgemein: Militär
baut Wunder: sehr selten
baut Einheiten: extrem
Aggressivität: sehr hoch
Spionage: normal
Handel: abgeneigt
Stadtvernichtung: nie
Nicht gesprächsbereit: gemäßigt
Diplomatiebildschirm
Ragnar im 3D-Diplomatiebildschirm

Ragnar im 3D-Diplomatiebildschirm

Enthalten ab Civilization IV: Warlords


Civilopedia

Ragnar Lodbrok war ein legendärer schwedischer König. Er leitete im Jahre 845 den Überfall auf Paris und starb im gleichen Jahr.

Diplomatie

Der Basis Beziehungswert beträgt beim Erstkontakt -1

Aktion Auswirkung Maximal
gemeinsamer Krieg +1 +3
bevorzugte Staatsform +1 +3
gleiche Religion +1 +5
andere Religion 0
nahe Kulturgrenzen -2
niedriger/höherer Rangunterschied -1 / +2

Handel

Ragnar ist bereit ab folgenden Stufen einen Handel einzugehen:

Art des Handels benötigte Stufe
Technologiehandel vorsichtig
strategische Ressourcen zufrieden
Bonusressourcen zufrieden
Gesundheitsressourcen verärgert
Landkarten zufrieden
offene Grenzen wütend
erklärt Mensch den Krieg verärgert
erklärt X den Krieg vorsichtig
Stoppt Handel mit Mensch verärgert
Stoppt Handel mit X vorsichtig
übernimmt Staatsform vorsichtig
konvertiert zu Religion vorsichtig
Verteidigungsbündnis zufrieden
wird Vasall zufrieden